Nun steht es fest: Marius Borg Høiby (29) kommt vorerst doch nicht frei. Er bleibt weiterhin in Untersuchungshaft unter elektronischer Kontrolle auf dem Gut Skaugum, obwohl vorher etwas anderes entschieden wurde. Erst am Montag hatte das Osloer Bezirksgericht angeordnet, Marius auf freien Fuß zu setzen. Wie aus den aktuellen Gerichtsunterlagen hervorgeht, die der NRK vorliegen, sehen die Richter eine allgemeine Gefahr, dass er erneut ähnliche Taten begehen könnte wie jene, für die er bereits verurteilt worden ist. Zu dieser Entscheidung tragen auch positive Alkoholtests bei, die während der jüngsten Haftperiode durchgeführt wurden.
Eigentlich gilt für Marius ein striktes Alkoholverbot. Wie die Tests anzeigten, stand er unter dem Einfluss der Substanz – auch wenn die Werte im Laufe der Zeit immer weiter sanken. Laut Gericht wurden die Tests zwischen 10:10 Uhr und 12:21 Uhr durchgeführt, und zwar mit drei unterschiedlichen Geräten. Jedes davon schlug positiv an. Marius hatte eine Erklärung für die Werte bereit: Der Royal selbst führte die Ergebnisse darauf zurück, dass er Mundwasser benutzt und vergorenen Apfelsaft getrunken habe. Allerdings wurden diese Erklärungen vom Richter als "nicht glaubwürdig" eingestuft.
Seit 16 Wochen steht Marius bereits unter elektronischer Überwachung. In diesem Zeitraum musste sich Marius mehrmals pro Woche einem Alkoholtest unterziehen. Dass er wissentlich Alkohol getrunken habe, stritt er ab. Die Staatsanwaltschaft sah in dem positiven Befund dennoch einen Verstoß gegen das strikte Rauschmittelverbot, das für ihn gilt. Mit dem nun gefassten Beschluss des Berufungsgerichts haben sich die Staatsanwälte mit ihrer Einschätzung durchgesetzt. Wie es für Marius weitergeht, wollen seine Anwälte nach Prüfung der Begründung gemeinsam mit ihm festlegen.























