Nach Zoff mit Trainer: Cristiano Ronaldo 30 Tage gesperrt

Nach Zoff mit Trainer: Cristiano Ronaldo 30 Tage gesperrt

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
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Cristiano Ronaldo (41) muss seine eigenmächtige Abreise aus dem Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft teuer bezahlen: Der Disziplinarrat des portugiesischen Fußballverbandes FPF hat den Stürmer mit einer Sperre von 30 Tagen für Länderspiele belegt, hinzu kommt eine Geldstrafe von 255 Euro. Das geht aus einem offiziellen Dokument der Federação Portuguesa de Futebol hervor, das von OE24 verbreitet wurde. Die Verbandsjuristen werteten das Verhalten des Al-Nassr-Profis als vorsätzlichen Verstoß gegen seine Pflichten. Hintergrund war der Streit mit Nationaltrainer Jorge Jesus während der UEFA Nations League. Beim 2:1-Sieg gegen Norwegen ließ der Coach seinen Kapitän über die gesamte Spielzeit auf der Ersatzbank sitzen. Nach dem Abpfiff packte Cristiano seine Sachen und reiste noch vor dem bevorstehenden Duell mit Dänemark ohne Erlaubnis ab.

Die Entscheidung folgte auf eine Untersuchung des Verbandes, während derer der Angreifer bereits vorläufig suspendiert worden war. In der schriftlichen Urteilsbegründung heißt es: "Aus diesen Gründen und auf der Grundlage der dargelegten Argumente entscheidet der Disziplinarrat der Federação Portuguesa de Futebol im vorliegenden Verfahren, die Anklage als voll begründet anzusehen und verurteilt Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wegen vorsätzlicher Begehung des Disziplinarverstoßes gemäß Artikel 160 Absatz 1 des RDFPF zu einer Sperre von dreißig Tagen sowie einer Geldstrafe in Höhe von 2,5 Recheneinheiten (UC), was einer Summe von exakt 255,00 Euro entspricht." Für seinen Abgang hatte sich der Rekordtorschütze im Anschluss an den Vorfall entschuldigt. Zugleich unterstrich er, seine Karriere in der portugiesischen Auswahl fortsetzen zu wollen. Nach Ablauf der 30 Tage kann er somit grundsätzlich auf eine Rückkehr zur Seleção hoffen.

Direkt nach seiner Abreise hatte der Angreifer in einem 1.740 Wörter langen Statement ausführlich seine Sicht der Dinge dargelegt. Darin beschuldigte er die Verantwortlichen rund um Jorge Jesus des Wortbruchs. Nach seiner Darstellung sei ihm vor dem Spiel gegen Norwegen ein Einsatz zugesichert worden. Da er letztlich jedoch 90 Minuten auf der Bank blieb, sah der Fußballer die Vertrauensbasis als beschädigt an. Trotz seiner Kritik erklärte der fünffache Vater, die Konsequenzen für das Verlassen der Mannschaft tragen zu wollen. Zwischenzeitlich hatten ihm sogar eine Sperre von bis zu sechs Monaten und eine deutlich höhere Geldstrafe gedroht. Ein endgültiger Rückzug aus der Nationalmannschaft stand für CR7 hingegen nie zur Debatte. Er machte deutlich, dass er Portugal nach verbüßter Strafe wieder zur Verfügung stehen werde – sofern seine Fitness und seine Spielpraxis bei Al-Nassr stimmen.

Cristiano Ronaldo, UEFA Nations League Finale 2025 in München
Getty Images
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Cristiano Ronaldo wärmt sich als Einwechselspieler vor Norwegen gegen Portugal in der Uefa Nations League im Ullevaal Stadion auf
Getty Images
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Cristiano Ronaldo im Trainingscamp von Al-Nassr in Österreich, Juli 2025
Getty Images
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Hat Cristiano Ronaldo die 30-Tage-Sperre eurer Meinung nach verdient?