Kim Kardashian (46) hatte anscheinend schon eine Weile vor ihrem großen Durchbruch ein gutes Verständnis für ein lukratives Geschäft. Das zeigt sich zumindest in der neuen Biografie "Kim", die der Journalist Jonathan Van Meter über den Realitystar geschrieben hat. Darin verriet der Autor, dass Kim einst Designerstiefel für rund 800 US-Dollar pro Paar kaufte. Anschließend bot sie die beliebten Schuhe über eBay an und verlangte dafür 2.500 US-Dollar pro Paar. Aus gefragten Luxusartikeln machte sie so ein einträgliches Geschäft. Das Kapitel erscheint in dem Buch wie eine Vorgeschichte zu dem Geschäftsimperium, das Kim in den folgenden Jahren aufbauen sollte. Im Fokus steht dabei weniger ihre mediale Präsenz als vielmehr ihr Geschäftssinn.
Für das 384-seitige Werk bekam Jonathan einen außergewöhnlich privaten Einblick in Kims Leben. So arbeitete er fünf Jahre lang eng mit ihr zusammen. Abseits davon sprach er mit Freunden, Familienmitgliedern und langjährigen Wegbegleitern. Das Buch veranschaulicht ihren Weg aus dem wohlhabenden Beverly Hills: Zunächst war Kim als Assistentin und Stylistin im Umfeld von Paris Hilton (45) tätig. Weltweit bekannt wurde sie dann 2007 durch die Veröffentlichung eines Sextapes und den Start der eigenen Realityshow Keeping Up with the Kardashians. Doch nicht nur ihr Verkaufstalent wird thematisiert: Jonathan zeigt auch, wie geschäftstüchtig andere Frauen aus ihrer Familie sind. Die Arbeit im Laden, ein Händchen fürs Verkaufen und der Zusammenhalt der Familie werden dabei als wichtige Grundlagen für den späteren Erfolg beschrieben.
Kim selbst ging das Buch sehr nahe. "Beim Lesen der Biografie habe ich geweint", gestand sie in der Show "Jimmy Kimmel Live!". So habe sie sich zuvor noch nie dargestellt gesehen. Jonathan zeigt Kim in seinem Buch nicht nur als Realitystar, sondern auch als nachdenkliche Unternehmerin. Neben dem Aufbau ihrer Firmen widmet sich das Buch auch Kims Einsatz für Reformen im US-Strafjustizsystem. Damit rücken Seiten ihrer Arbeit in den Mittelpunkt, die wenig mit Glamour und Reality-TV zu tun haben. Ganz unkritisch ist das Werk allerdings nicht: Jonathan setzt sich auch mit dem öffentlichen Einfluss auseinander, den Kim hat. Vor allem die Schönheitsideale, die sie jungen Frauen vermittelt, nimmt er unter die Lupe.























