Wirbel um Mette-Marits Lungen-OP zwingt Autor zum Rückzieher

Wirbel um Mette-Marits Lungen-OP zwingt Autor zum Rückzieher

- Margit Huber
Lesezeit: 3 min
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Noch vor der Veröffentlichung seines Fußballbuchs "Eventyrnettene" muss der norwegische Autor Alfred Fidjestøl eine brisante Passage über Königin Mette-Marit (53) korrigieren. Darin hatte er behauptet, die Royal habe während des WM-Spiels zwischen Norwegen und dem Irak zwei neue Lungen erhalten. Zudem schrieb er, die Organe stammten von einem Spender, der bei einem tödlichen Unfall in Skandinavien ums Leben gekommen sei. Wie Dagbladet berichtet, weist Mette-Marits behandelnder Lungenarzt Are Holm diese angeblichen Details jedoch deutlich zurück. Alfred gab daraufhin zu, dass er weder den genauen Zeitpunkt der Operation kennt noch weiß, unter welchen Umständen der Spender ums Leben kam. Damit reagiert der Schriftsteller auf die Kritik des Mediziners, noch bevor das Buch überhaupt im Handel ist. Die Angaben sollen deshalb aus dem Hörbuch und dem E-Book entfernt werden. Auch in späteren gedruckten Auflagen des Werks wird die umstrittene Schilderung nicht mehr enthalten sein.

Nach eigener Darstellung wollte Alfred lediglich zum Ausdruck bringen, dass Mette-Marit zum Zeitpunkt der Partie erst kurz zuvor operiert worden war. Seine konkrete Formulierung bezeichnet er inzwischen als falsch. Are Holm lässt ohnehin keinen Zweifel daran, dass Alfred den Zeitpunkt des Eingriffs gar nicht kennen kann: "Das weiß er natürlich nicht", stellte der Mediziner gegenüber Dagbladet klar. Er kritisiert nicht nur die zeitliche Einordnung, sondern auch die Behauptung über den Unfalltod des Spenders. Das Spiel, das Norwegen mit 4:1 gewann, fand am 16. Juni Ortszeit in Boston statt. In Norwegen war zu diesem Zeitpunkt bereits der 17. Juni angebrochen. An diesem Tag teilte der norwegische Hof lediglich mit, dass Mette-Marit am Rikshospitalet in Oslo eine Lungentransplantation erhalten habe und der Eingriff bis dahin erfolgreich verlaufen sei. Ein genaues Datum wurde nicht genannt. Zudem schützt das norwegische Gesetz die Anonymität von Spendern und Empfängern. Selbst Informationen, über die sich eine Verbindung zwischen beiden herstellen ließe, dürfen nicht veröffentlicht werden.

Mette-Marit befindet sich nach ihrer Lungentransplantation im Sommer weiterhin in der Genesungsphase. Zuletzt konnte die Königin deshalb nicht am traditionellen Dinner des Königshauses mit Vertretern aus Parlament und Regierung teilnehmen. Ihr Ehemann König Haakon (53) erklärte bei diesem Anlass, dass vor allem das erste Jahr nach einem solch umfassenden Eingriff gesundheitlich fragil sei. Zugleich berichtete er, dass die Genesung seiner Frau Fortschritte mache. Bereits 2018 hatte das Königshaus öffentlich gemacht, dass Mette-Marit an einer chronischen Lungenerkrankung leidet, einer Form der Lungenfibrose. Der aktuelle Wirbel um das Buch dreht sich somit nicht um eine neue medizinische Entwicklung bei der Königin. Vielmehr geht es um unbelegte Einzelheiten zu ihrer bereits bekannten Operation und zu dem anonymen Organspender, dessen Identität in Norwegen gesetzlich geschützt bleibt.

Kronprinzessin Mette-Marit bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
Getty Images
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König Haakon und Königin Mette-Marit bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid in Oslo
Getty Images
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König Haakon VIII. im Oktober 2026 in Oslo
Getty Images
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