Nach dem Schuldspruch ändert Russell Brands Ex ihre Haltung

Nach dem Schuldspruch ändert Russell Brands Ex ihre Haltung

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Georgina Baillie hat ihre Haltung zu ihrem Exfreund Russell Brand (51) nach dessen Schuldspruch grundlegend geändert. Gegenüber 5 News fordert sie den Schauspieler nun dazu auf, seine Taten einzugestehen, die Wahrheit anzuerkennen und Wiedergutmachung zu leisten. Lange war sie von seinem Charakter überzeugt gewesen. Sie hatte seinem Verteidigungsteam sogar eine Erklärung zur Verfügung gestellt, die ihn unterstützen sollte. Nun zeigt sie sich traurig darüber, dass sie sich offenbar in ihm getäuscht hat. Sie sei davon ausgegangen, Menschen gut einschätzen zu können. Sie sei aber offen genug, um einzuräumen, dass ihr früheres Bild von dem Comedian falsch gewesen sein könnte. Nach den 2023 durch eine Folge der Channel-4-Sendung "Dispatches" öffentlich gewordenen Anschuldigungen fiel es ihr zunächst schwer, Russell als aggressiv gegenüber Frauen zu betrachten. Ihrer damaligen Wahrnehmung nach habe er Frauen vielmehr "angebetet".

Nach dem Urteil findet Georgina deutliche Worte. "Das Wichtigste ist, seine Fehler einzugestehen und sie so weit wie möglich zu korrigieren. Wenn sie nun bewiesen haben, dass er diese Dinge getan hat ... dann muss genau das passieren. Er muss Wiedergutmachung leisten", erklärt sie im Gespräch mit 5 News. Betroffene von Missbrauch müssten Gehör finden. Russell solle deshalb "wirklich das Richtige tun" und "Wiedergutmachung leisten". Am Donnerstag war er in einem Anklagepunkt wegen Vergewaltigung und in drei Anklagepunkten wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß soll am Montag verkündet werden. Wie Polizeichef Sir Mark Rowley mitteilte, prüft die Metropolitan Police außerdem zwei weitere Vorwürfe. Der Beamte erklärte außerdem, es würde ihn nicht überraschen, wenn sich infolge des prominenten Verfahrens noch deutlich mehr mutmaßliche Betroffene bei den Ermittlern melden würden.

Georgina und Russell hatten im Jahr 2008 eine Affäre. Ihre Beziehung rückte damals durch den als "Sachsgate" bekannt gewordenen Skandal in die Öffentlichkeit. Russell und der Moderator Jonathan Ross hatten damals Georginas Großvater anzügliche Nachrichten auf den Anrufbeantworter gesprochen. Dabei handelte es sich um Andrew Sachs, den Schauspieler aus der Kultserie "Fawlty Towers". Der Vorfall sorgte für breite Kritik, unter anderem vom damaligen britischen Premierminister Gordon Brown. Trotzdem behielt Georgina ihren Ex lange in sehr guter Erinnerung. Er habe ihr "das Leben gerettet", sagte sie einmal, denn 2018 hatte Russell ihren Aufenthalt in einer Entzugsklinik bezahlt. In Gedanken habe sie ihn "auf ein Podest gestellt". Als die Anschuldigungen 2023 publik wurden, hielt sie ihn zunächst nicht für einen Vergewaltiger. Dieses Bild loszulassen, fällt ihr nach eigener Aussage schwer. Nach dem Schuldspruch räumt Georgina jedoch ein, dass sie sich in seinem Charakter geirrt haben könnte, und verlangt von ihm, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Russell Brand kommt am 5. November 2026 zum Southwark Crown Court in London
Getty Images
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Georgina Baillie bei der Eröffnung der Blitz-Club-Ausstellung im Design Museum am 17. September 2025
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Georgina Baillie bei der Eröffnung der Blitz-Club-Ausstellung im Design Museum am 17. September 2025
Ankunft von Russell Brand am Southwark Crown Court in London
Getty Images
Ankunft von Russell Brand am Southwark Crown Court in London
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