Social-Media-Star Tobias Wolf (35) steht wegen seines kreisrunden Haarausfalls vor einer wichtigen Therapieentscheidung. Anfang April hatte der 35-Jährige sämtliche Haare am Körper verloren. Jetzt meldete er sich in einem Instagram-Clip bei seiner Community und berichtete von seinem Termin in der Berliner Charité am Vortag. Dort erhielt Tobias Informationen über neue Präparate, die Menschen mit der Autoimmunerkrankung helfen könnten. Diese Mittel werden voraussichtlich jedoch erst in drei bis fünf Jahren erhältlich sein. Für den Influencer könnte eine derart lange Wartezeit problematisch werden: "Wenn ich in drei bis fünf Jahren eine Therapie erst anfangen würde, weil es ein neues Präparat gibt, könnte es schwieriger oder vielleicht sogar auch zu spät sein, dass ich meine Haare wieder zurückbekommen könnte", erklärte der Influencer. Deshalb zieht Tobias in Betracht, schon jetzt auf verfügbare Arzneimittel zurückzugreifen. "Deswegen stehe ich vor der Entscheidung, ob ich eine Therapie mache mit bisher schon zugelassenen Medikamenten auf dem Markt", erklärte er auf Instagram.
Ob Tobias eine solche Behandlung überhaupt beginnen kann, hängt zunächst von der Zustimmung seiner Krankenkasse ab. Außerdem ist offen, ob sein Körper die Medikamente verträgt. Auch mögliche Nebenwirkungen bezieht der Familienvater in seine Überlegungen ein. Eine Entscheidung hat er deshalb bislang nicht gefällt. "Und über diese ganze Sache denke ich nach. Ich weiß noch nicht genau, wie ich mich dazu entscheide", gab Tobias auf Instagram offen zu. Sollte er die Therapie ablehnen, müsse er sein jetziges Aussehen akzeptieren. Sein Wunsch, wieder eigene Haare zu haben, sei dennoch weiterhin sehr groß. Emotional erlebe er bessere und schlechtere Tage. Hoffnung macht Tobias die intensive Forschung an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Vor allem für junge Betroffene hofft er auf Fortschritte. Sie könnten wegen ihres veränderten Aussehens mit verletzenden Bemerkungen und Reaktionen anderer konfrontiert werden.
Bis Tobias überhaupt wusste, was hinter seinem vollständigen Haarverlust steckt, verging eine lange Zeit der Ungewissheit. Erst nach Untersuchungen stand fest, dass die Autoimmunerkrankung kreisrunder Haarausfall hinter seinem vollständigen Haarverlust steckt. Zu dem Termin in der Charité begleitete ihn seine Ehefrau Maren Wolf (34). Dort sollten sein aktueller Gesundheitszustand kontrolliert, neue medizinische Erkenntnisse ausgewertet und mögliche nächste Schritte besprochen werden. Inzwischen fühlt sich der Familienvater nach eigenen Worten wieder gefestigter und glücklicher. Der Weg bis zu diesem Punkt sei allerdings von einer Therapie, vielen Tränen und großem Schmerz geprägt gewesen. Halt gaben ihm sein Leben mit Maren und die Unterstützung seiner Community. Durch seine langjährige Präsenz im Netz habe er im Umgang mit Hasskommentaren zudem ein "dickes Fell" entwickelt. Mit seiner Frau und seinem Sohn an seiner Seite könne er die Erkrankung besser verkraften als viele Betroffene im Jugendalter, schätzt Tobias selbst ein.
























