Für Sylvie Meis (48) ist es eine echte Premiere: In der frechen Improvisationsserie "Die Friesenjunkies" übernimmt die Moderatorin ihre erste TV-Hauptrolle und zeigt sich dabei so freizügig wie nie zuvor. Wie sie nun im Gespräch mit Bild verriet, stand sie für das Projekt erstmals für Sexszenen vor der Kamera. In den insgesamt acht Folgen verkörpert Sylvie die Geschäftsfrau Madison, die medikamentenabhängig ist und sich unerwartet in einer Entzugsklinik auf Sylt wiederfindet. Dort kommt sie dem Schauspieler Stephan Luca näher. Zunächst landen die beiden Serienfiguren gemeinsam in der Sauna, später sogar zusammen im Bett. Doch damit nicht genug: Auch Kussszenen und Masturbationsszenen gehören zu der für Sylvie ungewohnt offenherzigen Rolle. Die Serie ist bereits im Streamingangebot der ARD abrufbar. Ab dem 13. November soll sie außerdem im Fernsehen laufen.
Damit sich alle Beteiligten bei den intimen Aufnahmen wohlfühlten, wurde an einem sogenannten Closed Set gedreht. Das heißt, dass nur so wenige Teammitglieder wie möglich anwesend waren. Der Rest der Crew musste im Nebenzimmer warten. "Dort stand das Bett. Wir lagen drin. Ich glaube, da waren vier Männer auf einer Leiter. Drei in der Ecke", beschrieb Sylvie die Situation. Während der Dreharbeiten stand ihr außerdem eine Intimitätskoordinatorin zur Seite, die dafür sorgte, dass klare Grenzen eingehalten wurden und alles professionell ablief. Mittlerweile hat die Moderatorin zu ihr sogar eine enge Verbindung aufgebaut: "Wir sind jetzt Freundinnen." Für zusätzlichen Schutz sorgten außerdem Hilfsmittel wie Klebeband und Sicherheitsnadeln. "Da konnte nichts schiefgehen", betonte Sylvie. Mit einem Augenzwinkern blickt sie auf ihre ersten Sexszenen zurück: "Es war gar nicht so hart." Außerdem stellte sie klar: "Ich war auch nicht ganz nackt."
Die Rolle stellte Sylvie jedoch nicht nur körperlich, sondern auch emotional vor Herausforderungen. Ihre Figur Madison muss das Scheitern ihrer Ehe verkraften und mit einem untreuen Ehemann zurechtkommen. Gleichzeitig wird sie von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern geplagt. Auch das Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter ist alles andere als einfach. Vor allem eine Szene in der Gruppentherapie brachte die derzeit alleinstehende Moderatorin an ihre Grenzen. "Da kam alles raus und kam vom Kopf ins Herz geschossen", erzählte sie. Nach Drehschluss flossen bei ihr die Tränen: "Ich habe so geweint und das war so heftig für mich. Auch wenn es nicht meine Geschichte ist: Du musst Türen öffnen in dir selbst." Zum Ensemble gehört neben Stephan auch Tatort-Schauspieler Martin Brambach. Auch mit ihm dreht Sylvie eine Kussszene. Ihre erste große Serienrolle fühlt sich für die Moderatorin wie ein Neubeginn an: "Ich habe das Gefühl, ich fange gerade erst an."


























