Es war eine der schockierendsten Todesnachrichten, die im letzten Jahr durch die Medien ging. Vor einem Jahr nahm sich Robert Enke (†32), Torhüter bei Hannover 96, das Leben. Der Freitod des Fußballers kam vollkommen unerwartet und viele fragten sich: Warum musste er sterben? Heute, ein Jahr nach dem tragischen Tod, weiß man, dass Enke unter schweren Depressionen litt.

Den Tod seiner Tochter Lara († 2) verkraftete er nur schwer und obwohl er durch seine Frau Teresa viel Rückhalt bekam und auch nach der Adoption der kleinen Leila wieder glücklich zu sein schien, täuschte der Eindruck. Am 10. November 2009 wusste er aus seiner Depression keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Unvergessen auch der bewegende Auftritt seiner Witwe, nur einen Tag nach seinem Tod. Mit den Tränen kämpfend erzählte sie, wie es in Enke ausgesehen habe, wie schwer er litt. Bei seiner Trauerfeier waren neben etlichen Fußballfunktionären auch Fans anwesend, die Abschied von ihrem Idol nehmen wollten. Auf dem Neustädter Friedhof liegt er neben seiner geliebten Tochter. Wie auch Laras war Robert Enkes Leben viel zu kurz.

Neben der Trauer um den Torwart bleibt die Gewissheit, dass mit Depressionen auch in der heutigen Zeit nicht zu leichtfertig umgegangen werden darf. Obwohl das Thema seit Jahren in den Medien präsent ist und dessen Tragweite vielen erst durch Enkes Tod bewusst wurde, so ist es doch immer noch ein Tabuthema, über das vor allem im harten Sportbusiness kaum gesprochen wird. Gerade Sportler wie Sven Hannawald (36) oder Sebastian Deisler (30), die sich offen zu ihrer Erkrankung bekennen, zählen leider noch immer zur Ausnahme. Es muss noch viel geschehen, damit sich ein Schicksal wie das der Familie Enke nicht wiederholt.


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