Trotz Operationen: Lindsey Vonn verteidigt Olympia-Comeback
Lindsey Vonn (41) lässt sich die Kritik an ihrem Olympia-Comeback nicht gefallen. Die Skirennläuferin stürzte Anfang Februar bei der Damen-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo schwer und zog sich einen komplizierten Schienbeinbruch zu. Seitdem musste sich die 41-Jährige bereits mehrfach operieren lassen. Doch anstatt Mitleid zu ernten, sah sich die Amerikanerin mit heftigen Vorwürfen konfrontiert: Kritiker warfen ihr vor, egoistisch gehandelt und anderen Athletinnen einen Olympia-Startplatz weggenommen zu haben. In einem Instagram-Post vom 21. Februar wehrte sich Lindsey nun entschieden gegen diese Anschuldigungen und präsentierte ihre beeindruckende Bilanz der laufenden Saison.
"Eine Sache, die wehgetan hat, war, als Leute sagten, ich sei egoistisch und sollte meinen Olympia-Platz jemand anderem geben", schrieb die Sportlerin in ihrem Beitrag. Sie wolle ihre Saison für "all die Hater da draußen" noch einmal Revue passieren lassen, die nicht verstünden, was es bedeute, sich seinen Startplatz zu verdienen. Lindsey verwies dabei auf ihre Führung im Abfahrtsweltcup, ihre zwei Weltcupsiege und zahlreiche Podestplätze. "Ich bin angetreten und habe das geschafft, was die meisten in meinem Alter mit einer Teil-Knieprothese für unmöglich hielten", erklärte sie. "Diese Erinnerungen werde ich für immer haben und ich bin dankbar für jede einzelne davon. Jeder Moment war großartig. Jeder Moment war es wert."
Bereits wenige Tage nach ihrem Sturz hatte sich Lindsey zu Wort gemeldet und klargestellt, dass sie sich der Risiken ihres Sports bewusst gewesen sei. "Als ich an den Start gegangen bin, war ich mir der möglichen Konsequenzen bewusst", schrieb sie damals auf Instagram. Sie habe sich bewusst für das Risiko entschieden – so wie jede andere Skifahrerin im Starthaus auch. Die Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver und Bronze-Gewinnerin von 2018 in Pyeongchang bat ihre Fans, nicht traurig über den Ausgang ihres Olympia-Rennens zu sein. "Die Fahrt war den Sturz wert", betonte sie. Sie habe keine Reue und freue sich bereits darauf, wieder auf dem Berg zu stehen. Lindsey war trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie bei Olympia an den Start gegangen.









