Jonas Nay (21) hat beim Deutschen Fernsehpreis richtig abgeräumt: Seinen ersten großen Film, „Homevideo“, kürte die Jury zum besten Fernsehfilm, aber damit war der Abend für ihn noch lange nicht zu Ende. Er selbst gewann den Förderpreis und durfte 15.000 Euro als Karrierespritze mit nach Hause nehmen. Promiflash sprach mit dem aufstrebenden Jungschauspieler im exklusiven Interview über Preise, seine Karriere und seine eigene Band.

„Ich war total unvoreingenommen. Ich war noch nie auf einer so großen Veranstaltung und schon gar nicht auf dem Fernsehpreis. Es ist schon ganz schön gewaltig, wenn man das erste Mal dabei ist. Ich stand wie ein kleines Kind neben dem roten Teppich und wollt mir das Ganze mal angucken“, erzählt Jonas ganz sympathisch von seinem großen Abend. Er hätte nie gedacht, dass er selbst einmal im Spotlight stehen würde. Zu schnell sei das alles gegangen, ohne dass er es für möglich gehalten habe: „In dem Moment, in dem klar wurde, dass unser Film gewinnt, hat es mir ein bisschen den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich war total fertig und habe kaum den Weg bis zur Bühne geschafft. Ich hab versucht, es zu verstecken, aber es kam für mich total überraschend. Da waren echt viele bekannte Menschen, eigentlich gar nicht so meine Welt. Es war ein wirklich extremes Gefühl.“

Wir wollten natürlich wissen, ob ihm im Vorfeld der Gedanke aufkam, dass er vielleicht eine Chance auf den Förderpreis habe. Jonas aber erklärte, dass er gar nicht von der Möglichkeit gewusst habe: „Meine Agenten haben mir erzählt, dass es gar keinen Förderpreis gibt. Die wollten mich veräppeln. Ich hatte von vornherein gar nicht daran gedacht, einen Preis zu bekommen und auch nicht, dass der Film einen kriegen könnte. Ich bin echt geflasht davon, dass ich nun zwei Preise in der Hand halte und unglaublich glücklich.“

Aber die Schauspielerei ist nicht das einzige Eisen, das Jones im Feuer hat: „Ich bin eigentlich Musiker mit Leib und Seele mit meiner Band 'Concerted'. Wir sind eine nordische Band und in Lübeck beheimatet. Da machen wir akustischen Pop mit Hip-Hop und Funk-Einflüssen. Eigentlich kommen wir aus dem Jazz-Bereich. Wir mischen sehr viel und haben immer zweistimmigen Gesang, manchmal auch in Richtung Oldies. Wer auf 'Simon and Garfunkel' steht, der mag auch uns. Ansonsten studiere ich Filmmusik-Komposition. Daran arbeite ich weiter. Und alles, was an Kino und Fernsehen kommt, da freue ich mich einfach drauf.“

Das hört sich doch nach einer guten Ausgangsposition für die Zukunft an. Und Jonas macht sich auch keinen Druck – was kommt, das kommt und er ist glücklich mit dem, was er an diesen Punkt erreicht hat: „Ich finde, die Fernsehpreise sehen wunderschön aus und sie sind auch unheimlich schwer. Sechs Kilo, glaube ich. Ich stell mir die zwei jetzt zu Hause hin und sollte ich nie mehr wieder etwas gewinnen, dann sehen sie trotzdem zu zweit richtig schön aus.“

Albrecht Schuch beim Deutschen Fernsehpreis 2019
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Albrecht Schuch beim Deutschen Fernsehpreis 2019


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