Rammstein mussten sich im Laufe Karriere schon einiges vorwerfen lassen, diese Beschuldigung ist aber wohl eine der skurrilsten. In Russland wirft ein Politiker der Band vor, „Schwulenpropaganda“ zu betreiben. Doch damit nicht genug, dies soll demnächst sogar bestraft werden.

Ein Gesetzesentwurf einiger rechtsorientierter Politiker fordert zurzeit Strafen für jene, die Homo- und Bisexualität öffentlich unterstützen und hierzu zählen sie auch die Hardrocker aus Deutschland. Zudem warnen sie schon jetzt Madonna (53) davor, bei ihrem geplanten diesjährigen Konzert keine Anspielungen auf ein gleichgeschlechtliches Miteinander zu machen. Vor 20 Jahren hatte man ein Verbot gegen Homosexualität abgeschafft, doch nun rudern einige Politiker wieder zurück.

Wenn der Gesetzesentwurf von der russischen Regierung angenommen werden sollte, drohen Acts wie Rammstein und natürlich auch allen Homosexuellen im Land im schlimmsten Fall tatsächlich harte Strafen, denn nicht einmal das Schwenken einer Regenbogenfahne sei erlaubt. Auch Proteste gegen den Gesetzesentwurf werden verboten, sodass Widerstand kaum möglich ist. Die Band dürfte demnach auch kritische Texte nicht mehr veröffentlichen und ihre russischen Fans müssten in Zukunft auf Auftritte von Rammstein verzichten, da ihre provokanten Texte das Gesetz brechen würden.

Bleibt zu hoffen, dass sich weniger radikal denkende Politiker doch noch gegen das geplante Gesetz entscheiden, anderenfalls macht Russland wohl wieder einen Schritt zurück zu mittelalterlichen Ansichten.

Till Lindemann in Sydney
Getty Images
Till Lindemann in Sydney
Christian Lorenz, Christoph Schneider, Till Lindemann und Paul Landers von Rammstein
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Christian Lorenz, Christoph Schneider, Till Lindemann und Paul Landers von Rammstein
Britney Spears und Madonna bei den MTV VMAs 2003
Scott Gries/Getty Images
Britney Spears und Madonna bei den MTV VMAs 2003


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