Homosexualität ist im weltweiten Profi-Sport leider noch immer ein großes Tabu-Thema. Zwar [Artikel nicht gefunden] Basketball-Profi Jason Collins (34), Wrestling-Star Darren Young (29) und eine Hand voll anderer Profis geoutet, doch insgesamt dürfte es wohl weitaus mehr schwule und lesbische Sportler geben, die ihre Orientierung lieber im Verborgenen lassen möchten.

Besonders im Fußball - immerhin der beliebteste Sport der Welt - scheint ein Coming-Out eines aktuellen Profis eine so große Überwindung zu sein, dass wir darauf wohl noch lange warten können. Dabei gibt es immer wieder Gerüchte um den einen oder anderen Profi, wie etwas Portugals Cristiano Ronaldo (28), der angeblich schwul sein soll.

Ex-Nationalspieler Oliver Kahn (44) warnt nun in der Gala, dass ein schwuler Fußballer seine sexuelle Neigung liebe verschweigen sollte. "So traurig das auch klingen mag, ich würde ihm ein Coming-out nicht raten. Homosexualität ist zwar in unserer Gesellschaft keine große Sache mehr. Aber es wäre blauäugig, davon auszugehen, dass es im Profisport genauso ist", so der ehemalige Bayern-Profi.

Vor allem die Anhänger der Gegner könnten für geoutete Kicker zum großen Problem werden. "Ein Spieler, der sich outet, steht jeden Samstag im Stadion vor den gegnerischen Fans. Da ist die Stimmung aufgeheizt, da gibt es Rivalitäten - was die Menschen zu unschönen Aktionen treiben kann". Ein Fußballer, der sich trotzdem öffentlich outet will, sollte also ein großes Selbstbewusstsein haben. Wir hoffen, dass die Fans etwas mehr Toleranz zeigen und auch die Vereine und Fußball-Verbände etwas mehr dafür tun, Vorurteile und Hass aus den Stadien verschwinden zu lassen

Oliver Kahn im Oktober 2017 in Monaco
Getty Images
Oliver Kahn im Oktober 2017 in Monaco
Oliver Kahn in Monaco
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Oliver Kahn in Monaco


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