Von kaum einer Künstlerin im Musik-Business gibt es so viele verschiedene Looks wie von Madonna (55). Neben dem zweifellos verdienten Titel der "Queen of Pop" hängt ihr ein weiterer Beiname unweigerlich an: "Chamäleon". Sie verstand wie keine andere, dass das nimmersatte Publikum mit ständig wechselnden Outfits und Stylings bei Laune gehalten werden musste. Mit der "Re-Invention"-Welttour 2004 nannte die Sängerin ihr wohl größtes Erfolgsrezept beim Namen: die stetige Neuerfindung ihrer Person. Promiflash hat sich den verschiedenen Facetten Madonnas einmal angenommen und präsentiert euch die Mode-Evolution einer Pop-Größe.

Das Punk-Girl (1982 bis 1983)
Ihr anfänglicher Look war von bauchfreien Tops, Leggins und Stulpen geprägt. Madonna behing sich wie ein Tannenbaum mit Ketten, Ohrringen und Armbändern und sorgte dabei für ihren ersten Skandal: Was andere Katholiken fromm um den Hals trugen, hing sich Madonna ans Ohr – Kruzifixe. Was heute niemanden mehr schocken würde, war damals unvorstellbar. Ein anderes Accessoire, das auch zu ihrem frühen Markenzeichen wurde, band sich der Paradiesvogel in die strähnige blonde Mähne: Denn was Lady GaGa (27) auf ihre Weise revolutionierte, fing bei Madonna an – die Haarschleife.

Die Getriebene (2008 bis heute)
Musikalisch wird ihr ab der Platte "Hard Candy" vorgeworfen, sie würde Trends nur noch hinterherlaufen, weil sie sich ihrer Popularität nicht mehr sicher sei. In modischer Hinsicht ist Madonna seitdem schwer zu greifen und schier undefinierbar geworden. Sie ist in ihrer Kleider-Frage noch immer gewagt, aber eine klare Linie fehlt. Während damals bestimmte Einflüsse prägend waren, lautet heute die Devise: "Hauptsache sexy und jugendlich". Auch ihre Haarfarbe hat sich seit "American Life", als sie sich noch einmal brünett gab, nicht mehr geändert. Madonna scheint ihren Ehrgeiz und Erfindungsgeist über die Jahre etwas verloren zu haben. Die Grenzen zwischen Schein und Sein waren bei Madonna nie so klar wie heute: neben top Outfits auf dem roten Teppich gibt es mittlerweile von ihr auch immer öfter Flop-Outfits außerhalb des Rampen-Lichts.

Das Hausmütterchen (2003 bis 2004)
Nie zog sich Madonna legerer an, als zu jener Zeit. Ganz nach dem Motto "Bloß nicht auffallen" setzte Madonna modisch keine Akzente, denn mit ihrem amerikakritischen Album "American Life" sorgte sie schon für genug Aufmerksamkeit. So dominierten während dieser Jahre biedere Blümchen-Kleider und inhaltslose Outfits.

Das Material-Girl (1984 bis 1985)
Mit ihrem zweiten Album "Like A Virgin" etablierte sich Madonna nicht nur musikalisch, sondern auch modisch. Ob als verruchte Jungfrau im Brautkleid oder elegante Monroe-Kopie im Material-Girl-Kleid: Bei Madonna herrschten plötzlich Perlen, Pelz-Stolen und Tüll vor. Jene erste, noch dezente Verwandlung war nur ein Hinweis auf die Eleganz und den Glamour, die später noch folgen sollten. Unvergessen bleibt aus dieser Ära der "BoyToy"-Gürtel, der zu einem weiteren Attribut von Madonna werden sollte.

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Das Cowgirl (2000 bis 2002)
Im Denim-Look mit Boots und Cowboy-Hut meldete sich Madonna mit "Music" als nun zweifache Mama zurück. Der Glamour der 1990er Jahre ließ sich nur noch als wage Spur erkennen, beispielsweise in Form von glitzernden Ornamenten am Cowboy-Hut.

Die kühle Blonde (1986 bis 1988)
Als die Kamera im Video zu "Papa Don't Preach" langsam auf Madonna schwenkte, war die Aufregung groß: Mit einem wasserstoffblonden "Pixie Cut" präsentierte sich die Sängerin mit komplett neuem Image. Sie verabschiedete sich nicht nur von ihrem langen Haar, sondern gab sich auch bei ihrem Make-up, ihrem Schmuck und ihren Outfits deutlich dezenter. Unvergessen bleibt aus dieser Zeit ihr "Italians Do It Better"-Shirt aus dem Clip zu "Papa Don't Preach".

Die Esoterikerin (1998 bis 1999)
Ihre größte Neuerfindung nach "Papa Don't Preach" trat zweifellos zu ihrem Album "Ray of Light" in Erscheinung. Ob mit honigblondem Haar als moderner Hippie oder pechschwarzem Haar als Gothic: Nach der Geburt von Töchterchen Lourdes (16) wurden Madonnas Looks stark von ihrem spirituellen Interesse geprägt. Mit Henna-Tattoos, Sari oder Kimono kam Madonna selten so exotisch daher.

Der Vamp (1990 bis 1997)
Das Video zu "Vogue" kann wohl ohne Weiteres als Madonnas Lookbook jener Zeit angesehen werden: ob als Marie-Antoinette zu den VMAs 1990 oder Kopie zahlreicher Filmdiven des frühen Hollywoods: Ihre wasserstoffblonden Haare trug sie nun häufig zur Wasserwelle. Der kegelförmige Bustier von Jean Paul Gaultier wurde zu einem der bedeutendsten Attribute der Pop-Queen. Sie gab sich als Brigitte-Bardot-Klon oder Evita-Peron-Verschnitt: Nie wieder schienen Madonnas weibliche Stil-Vorbilder deutlicher in Erscheinung zu treten als in dieser Ära.

Die Gymnastiklehrerin (2005 bis 2007)
Nachdem sie mit ihrem letzten Album so wenig Erfolg hatte wie noch nie, gelang Madonna mit "Hung Up" die Rückkehr an die Chart-Spitze und in den Mode-Olymp. Mit mehr Mut zur Individualität räkelte sich Madonna im stylishen Bodysuit und gab sich als Disco-Queen der 1970er Jahre.

Die Italienerin (1989)
Auf ihrer vierten Studioplatte "Like A Prayer" besang Madonna ihren familiären Background und verarbeitete den Tod ihrer Mutter. Passend zum sehr persönlichen Stoff des Albums gab sich die Amerikanerin mit italienischen Wurzeln sehr natürlich und zeigte sich vom Live-Aid-Konzert und dem Video zu "La Isla Bonita" abgesehen erstmals mit ihrer ursprünglichen Haarfarbe.

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