Heute fand der vierte Prozesstag für Uli Hoeneß (62) statt, an dem er sich ein letztes Mal für seine nicht gezahlten Steuern rechtfertigen musste. Obwohl es zwischenzeitlich nicht mehr danach aussah, wurde jetzt das Urteil gesprochen - dementsprechend groß war der Zuschauerandrang vor dem Gericht. Nun steht fest, wie es für Hoeneß weitergehen wird. Dreieinhalb Jahre muss der Bayern-Präsident ins Gefängnis.

Heute wurden keine Zeugen mehr in dem Prozess angehört, sondern nur noch die Plädoyers verlesen. Was die Urteilsverkündung betraf, hätte zwischen einer Einstellung des Verfahrens und einer zehnjährigen Haftstrafe so ziemlich alles dabei sein können. Was aber schon feststand: Hoeneß muss seine kompletten Steuern plus Zinsen zahlen - das könnten gut und gerne knapp 50 Millionen Euro werden. Die Staatsanwaltschaft forderte schließlich fünfeinhalb Jahre Haft. "Es handelt sich um einen besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung", sagte Staatsanwalt Achim von Engel laut Spiegel Online. Auch einen Grund, Hoeneß' Selbstanzeige anzuerkennen, sah er nicht. Sein Verteidiger plädierte hingegen bis zuletzt dafür, das Verfahren einzustellen. Hoeneß verzichtete auf eine letzte Rechtfertigung.

Nachdem sich das Gericht daraufhin bis um 14 Uhr beraten hatte, kam es knapp zehn Minuten später tatsächlich zum Richterspruch: Das Landgericht in München verurteilte Hoeneß zu drei Jahren und sechs Monaten Haft. Der Bayern-Präsident muss also tatsächlich wegen Steuerhinterziehung hinter Gitter. Bis es aber wirklich so weit ist, können noch einige Monate vergehen. Zudem könnte Hoeneß auch noch Revision einlegen.

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern MünchenGetty Images
Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München
Uli Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung der MitgliederGetty Images
Uli Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung der Mitglieder
Uli HoeneßWENN
Uli Hoeneß


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