Der einzige Trost im Fall des getöteten Löwen Cecil aus dem Nationalpark in Simbabwe ist wohl die Tatsache, dass sein Mörder noch immer mit schweren Vorwürfen von allen Seiten zu kämpfen hat. Der US-amerikanische Zahnarzt Walter Palmer erlegte im Sommer dieses Jahres das berühmte Tier und erntete dafür heftige Kritik und sogar Drohungen, denn er habe ihn widerrechtlich getötet. Nun äußerte er sich in einem ersten Interview und weist noch immer jegliche Schuld von sich.

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Auf die Vorwürfe, dass Palmer ein geschütztes Tier aus dem Nationalpark getötet habe, reagierte er nach wie vor leugnend und schob die Schuld auf die Safariguides, wie Star Tribune berichtet. "Hätten wir gewusst, dass der Löwe einen Namen trug, für das Land und eine wissenschaftliche Studie wichtig war, hätte ich ihn natürlich nicht erlegt. Weder vor noch nach der Jagd kannte jemand aus unserer Safarigruppe seinen Namen", behauptete der Zahnarzt vehement. Bereits in seinem ersten Statement nach den tödlichen Schüssen gab er den Guides die Schuld an den Geschehnissen. Er hätte sich ganz auf ihre Professionalität verlassen, denn sie seien für die legale Jagd verantwortlich gewesen.

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Außerdem betonte er, dass es nicht verboten sei, gekennzeichnete Tiere zu jagen. "Nach meinem Kenntnisstand war alles an dieser Safari im Einklang mit den Vorschriften organisiert", verdeutlichte Palmer weiter. Die Anschuldigungen gehen allerdings davon aus, dass er Cecil vorsätzlich mit einem Tierkadaver aus dem gesicherten Gebiet lockte, um ihn schließlich nach einer 40-stündigen Hetzjagd erlegen zu können.

ActionPress/ ZUMA Wire / Zuma Press