Nach Sturz: Lindsey Vonn schildert ihre "mentale Schlacht"
Lindsey Vonn (41) durchlebt nach ihrem schweren Olympia-Sturz nicht nur körperlich, sondern auch mental eine harte Phase. Knapp zwei Wochen nach dem Unfall bei den Olympischen Winterspielen 2026, bei dem sie sich das linke Schienbein brach, sprach die Skirennläuferin offen über die psychische Belastung ihrer Heilungsreise. "Heute war ein harter Tag... meine körperliche Schlacht begann in der Sekunde, in der ich mich verletzt habe, aber die mentale Schlacht hat heute angefangen", schrieb die Skilegende auf X. Es sei wie ein Schlag ins Gesicht gewesen. Jemand habe sie als "Meisterin im psychologischen Spiel des Lebens" bezeichnet, doch Lindsey machte deutlich, dass der Kampf im Kopf "dunkel, hart und unnachgiebig" sein könne.
Die 41-Jährige erklärte weiter, dass sie diese Art von Schlacht bereits kenne, da sie schon so oft verletzt gewesen sei. Jede Verletzung habe sie auf unterschiedliche Weise zu einer besseren und stärkeren Person gemacht. Dennoch sei sie sich bewusst, dass harte Tage vor ihr liegen würden. "Aber ich werde einen Weg zurück auf den Gipfel des Berges des Lebens finden", versprach sie. Ihr Krankenhausaufenthalt hatte sich länger als erwartet hingezogen, da sie aufgrund von Blutverlust durch den Sturz und die Operationen niedrige Hämoglobinwerte aufwies. "Ich hatte wirklich zu kämpfen", erklärte Lindsey in einem Instagram-Video. Die Schmerzen seien ein wenig außer Kontrolle geraten, und sie habe eine Bluttransfusion benötigt, die ihr sehr geholfen habe.
Mittlerweile ist die Sportlerin aus dem Krankenhaus entlassen worden, sitzt aber vorerst im Rollstuhl. Ihre Verletzungen hätten deutlich schlimmer sein können: Lindsey hatte ein Kompartmentsyndrom entwickelt, bei dem so viel Trauma in einem Körperbereich entsteht, dass sich zu viel Blut ansammelt und alles in diesem Bereich zerquetscht wird. "All die Muskeln, Nerven und Sehnen – alles stirbt quasi ab", erklärte sie. Arzt Tom Hackett habe ihr Bein gerettet und eine Amputation verhindert. Lindsey betonte, dass sie glaubt, alles geschehe aus einem bestimmten Grund: Hätte sie sich bei dem Sturz nicht auch das vordere Kreuzband gerissen – was ohnehin passiert wäre –, dann wäre Tom nicht vor Ort gewesen und hätte ihr Bein nicht retten können.







