Vor dieser legendären Rolle hatte Meryl Streep große Angst
Meryl Streep (76) hat im Laufe ihrer Karriere schon viele beeindruckende Rollen gespielt, doch Anfang der 1980er-Jahre stand sie vor einer Herausforderung, die sie stark verunsicherte. Die damals noch junge Schauspielerin erhielt die Hauptrolle in dem britischen Drama "Die Geliebte des französischen Leutnants" von Regisseur Karel Reisz. Das Drehbuch stammte von dem renommierten Dramatiker Harold Pinter, die literarische Vorlage von John Fowles galt als Meilenstein der modernen Literatur. Besonders der britische Akzent, den Meryl als Amerikanerin perfekt beherrschen musste, bereitete ihr große Sorgen. "Ich hatte solche Angst. Ich bin so verängstigt vor etwas, das mir so wichtig ist", soll sie damals laut Far Out Magazine zu Freunden gesagt haben.
Regisseur Karel erwähnte später, wie besorgt die Schauspielerin wegen der sprachlichen Herausforderung war. "Meryl war anfangs sehr besorgt", erinnerte er sich. "Wir hatten sogar überlegt, bei einigen Szenen Lippen-Synchronisation zu verwenden, falls es gar nicht funktionieren würde." Doch Meryl ließ sich von ihrer Angst nicht bremsen. Mit eiserner Disziplin und unermüdlichem Training arbeitete sie an ihrer Aussprache und verwandelte ihre Unsicherheit in Präzision. Am Ende überzeugte sie sowohl Publikum als auch Kritiker mit ihrer Leistung und erhielt für die Rolle eine Oscar-Nominierung – eine von insgesamt 21 Nominierungen, die sie zur Rekordhalterin machen.
Ausgerechnet jene Rolle, vor der sich Meryl so gefürchtet hatte, wurde zu einer wichtigen Station auf ihrem Weg zur Schauspiel-Ikone. Heute gilt die Schauspielerin als Meisterin der Dialekte und hat sich einen Ruf als wandelbare Darstellerin erarbeitet. Von der eiskalten Miranda Priestly in "Der Teufel trägt Prada" bis zur singenden Donna in "Mamma Mia!" – Meryl hat bewiesen, dass sie sich in die unterschiedlichsten Rollen verwandeln kann.








