Die diesjährigen Oscar-Verleihungen werden weniger prunkvoll eingeläutet als sonst: Einige Stars gingen öffentlich gegen die Academy auf die Barrikaden, die Rede war sogar von Rassismus und Diskriminierung. Nach einer regelrechten Welle des Boykotts seitens der Hollywood-Prominenz reagierten Verantwortliche der Zeremonie nun und versprachen Änderungen und neue Regeln.

Eddie Redmayne, Julianne Moore, J.K. Simmons und Patricia Arquette
Jason Merritt / Getty Images
Eddie Redmayne, Julianne Moore, J.K. Simmons und Patricia Arquette

Mit dem Hashtag "Oscars So White" verliehen einige amerikanische Schauspielgrößen auf Twitter ihrer Missgunst gegenüber den "Academy Awards" Ausdruck, denn: In den Kategorien, welche die Schauspieler betreffen, sind nur weiße Schauspieler nominiert worden. Diese virale Auflehnung scheint jetzt tatsächlich Früchte zu tragen, denn die bisher geltenden Regeln der Verleihungs-Zeremonie sollen erneuert werden. Eine Mitteilung der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" besagt, dass das lebenslange Stimmrecht des Komitees auf zehn Jahre beschränkt werden soll. Eine Verlängerung sei nur möglich, wenn einer Beschäftigung in der Filmbranche weiterhin nachgegangen wird. Außerdem sollen neue Mitglieder aus einem mannigfaltigeren Pool gewählt werden, wie die Los Angeles Times berichtet.

Jada Pinkett-Smith
WENN
Jada Pinkett-Smith

Die Präsidentin der Oscars, Cheryl Boone Isaacs, bezog ebenfalls Stellung: "Ich möchte der wunderbaren Arbeit der diesjährigen Nominierten meine Anerkennung aussprechen. Doch ich bin unglücklich und frustriert angesichts der fehlenden Einbeziehung. Dies ist eine schwierige und wichtige Diskussion und es ist Zeit für große Veränderungen."

ROBYN BECK

Berühmtheiten wie Jada Pinkett-Smith (44) und ihr Ehemann Will (47) machten über ihre Social-Media-Kanäle auf die ungerechten Nominierungen aufmerksam, auch Filmregisseur Spike Lee lehnte sich gegen die berühmte Verleihung auf.