Sein Lachen, seine Komik, seine Tränen – sie werden niemals vergessen werden. Robin Williams (✝63) war ein Hollywood-Gigant. Millionen Fans waren geschockt, als sich der Oscar-Preisträger am 11. August 2014 das Leben nahm. Die Angst vor einem qualvollen Tod – der Komiker litt im Frühstadium an Lewy-Körper-Demenz, Parkinson und Angstzuständen – war zu groß. Seine Witwe Susan Schneider erklärte nun in bewegenden Worten den Zustand ihres Mannes in dessen letztem Lebensjahr.

Robin Williams im Jahr 2006
Peter Kramer / Getty Images
Robin Williams im Jahr 2006

Die Lewy-Körper-Demenz beschreibt vereinfacht gesagt eine Kombination aus Parkinson und Demenz – eine Horror-Diagnose. Susan bezeichnet die Krankheit als "Terroristen", der im Gehirn des Schauspielers hauste. Wahnvorstellungen, Paranoia, Angstzustände und Depressionen prägten die letzten Monate seines Lebens. "Ich bin nicht überzeugt, dass die Wissenschaft mehr hätte tun können, als Robins Schmerz zu verlängern", schrieb sie auf neurology.org. "Es gab keine Heilung und Robins steiler und schneller Niedergang war garantiert. Auch bei kleinen Fortschritten hätte der 'Terrorist' ihn noch immer getötet."

Robin Williams mit seiner Familie
Instagram/Zelda Williams
Robin Williams mit seiner Familie

Es begann im Herbst 2013 mit einem Zucken in Williams' linker Hand, gepaart mit Verstopfungen, Herzrasen, Schlaflosigkeit und nachlassendem Geruchssinn. Seine psychischen Probleme nahmen alarmierend zu. Bereits im Winter 2013 hatte er Erinnerungslücken, die zu einer Panikattacke während der Dreharbeiten zu "Nachts im Museum 3" führten. Im Mai 2014 erhielt er dann die niederschmetternde Diagnose. "Ich möchte einfach nur mein Gehirn rebooten", erzählte Williams seiner Susan einmal verzweifelt. Meditation, Yoga, Selbsthypnose, ein Wechsel der Medikamente – all das half nicht, seine Angstzustände auch nur halbwegs in den Griff zu bekommen.

Robin Williams (l.) und Matt Damon
SIPA PRESS
Robin Williams (l.) und Matt Damon

Anfang August 2014 entschloss er sich dann dazu, seinem Leben ein Ende zu setzen, solange er es noch selbst in der Hand hatte. Susan schreibt weiter: "Man kann sagen, dass er einen chemischen Krieg in seinem Gehirn führte." In seinen Filmen wird Robin Williams ewig leben – "Oh Captain, mein Captain."

Oscar-Preisträger Robin Williams
ABC / Splash News
Oscar-Preisträger Robin Williams

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