"Verrückt": Robin Williams gab Marvel-Job nach Tag eins auf
Robin Williams (†63), bekannt aus Filmen wie "Club der toten Dichter" und "Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen", sagte in den 1980er-Jahren für eine Hauptrolle in einer Marvel-Produktion zu. Der Schauspieler sollte die Synchronstimme für die Titelrolle in "Howard, ein tierischer Held" (Original: "Howard the Duck") übernehmen. Doch bereits nach wenigen Tagen verließ er das Projekt abrupt. Williams hatte Schwierigkeiten, die Anforderungen an die Rolle zu erfüllen, da diese seine kreative Arbeitsweise stark einschränkten. "Ich kann das nicht. Das ist verrückt", soll er laut Schauspieler Chip Zien gesagt haben, der schließlich seinen Platz einnahm.
Chip berichtete 2021 im Gespräch mit dem Hollywood Reporter über den überraschenden Anruf seines Agenten: "Am Memorial Day 1985 bekam ich zu hören: 'Robin Williams hat gerade gekündigt, und du bist jetzt Howard the Duck.'" Robin störte sich offenbar vor allem an den strengen Vorgaben für die Bewegung und Synchronisation des animierten Schnabels der Ente, die ihn in seiner Improvisationskunst stark einschränkten. Der Film selbst erwies sich letztendlich als Flop. Trotz Starbesetzung und großem Budget hagelte es schlechte Kritiken, und die Produktion wurde mit mehreren Goldenen Himbeeren ausgezeichnet.
Für Robin blieb dieser Rückzieher jedoch folgenlos. Viele seiner bekanntesten Werke, darunter das "Jumanji"-Original und "Good Will Hunting", entstanden erst in den Jahren danach und unterstrichen seinen Ruf als vielseitiger und charismatischer Schauspieler. Persönlich schätzte Robin Freiheiten, die es ihm ermöglichten, seinen einzigartigen Humor und seine improvisatorischen Talente auszuleben – eine Eigenschaft, die ihm in der Rolle von Howard verwehrt geblieben war. Chip hingegen konnte durch den spontanen Einstieg als Synchronsprecher seine eigene Schauspielkarriere ein Stück weit vorantreiben.








