Der schockierende Freitot vom ehemaligen Nationalhüter Robert Enke (✝32) jährt sich heute ein siebtes Mal. Das dramatische Ereignis änderte auch für Roberts ehemaligen Torwart-Kollegen Florian Fromlowitz alles. Nach dem Tod des beliebten Torhüters, musste Florian dessen Platz im Kasten übernehmen. Ein nicht wirklich gutes Timing für einen Karrieresprung, wie der Keeper jetzt in einem Interview verriet.

Florian Fromlowitz bei Markus Lanz 2015
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Florian Fromlowitz bei Markus Lanz 2015

Mit Die Welt sprach Florian darüber, wie schwer er es als Nachfolger von Robert bei seinem Verein Hannover 96 hatte und auch heute noch hat. "Wenn du weißt, dass du nur im Tor stehst, weil sich jemand umgebracht hat, dann bist du da, wo dich im Endeffekt eigentlich keiner will", offenbarte Florian. Die Lücke, die der beliebte Nationalhüter hinterlassen hatte, hätte er gar nicht ausfüllen können. Und so sank auch schnell der Marktwert des einstigen Topliga-Spielers und er landete in der Regionalliga.

Robert Enke und Florian Fromlowitz beim gemeinsamen Training 2009
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Robert Enke und Florian Fromlowitz beim gemeinsamen Training 2009

Heute spielt Florian schon lange nicht mehr in der obersten Liga. Und damit hat indirekt auch Robert zu tun: "Ohne Roberts Tod hätte ich noch mehr von ihm gelernt, wäre in Hannover geblieben, hätte zu mir gefunden, mich entwickelt und vielleicht eine Karriere als Nummer zwei gemacht", ist seine bittere Erkenntnis. Auch nach sieben Jahren fehle ihm der Nationalhüter und seine weisen Worte noch immer sehr.

Florian Fromlowitz beim MSV Duisburg 2011
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Florian Fromlowitz beim MSV Duisburg 2011

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