Steht nach Helmut Kohls (✝87) Tod nun eine Million Euro auf dem Spiel? Seit 2014 läuft ein Rechtsstreit um den Altkanzler: Er klagte gegen den Journalisten Heribert Schwan, der einige hochbrisante Zitate des Politikers im Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" veröffentlichte. Letzter Stand Ende April: eine Million Euro Geldentschädigung für Kohl – doch durch seinen Todesfall kann die Gegenseite nun ein neues Argument vorbringen. "Da würde man als Beklagter sagen, entscheidend für die Geldentschädigung ist die Genugtuungsfunktion. Und wenn der Betroffene gestorben ist, kann ihm nicht mehr Genugtuung verschafft werden durch die Zahlung", erklärte Rechtsanwalt Thorsten Feldmann gegenüber Promiflash. Außerdem sei bislang unklar, ob Ansprüche wie in diesem Fall vererbt werden können. Ein spannender Prozess, in dem aber noch nichts entschieden ist: Schließlich sei der Vertrauensbruch durch die Veröffentlichung bislang ein entscheidendes Argument gewesen – und der besteht nach wie vor.