Heute vor genau einem Jahr verstarb einer der einflussreichsten Altkanzler des Landes: Helmut Kohl (✝87). Der Politiker war im Beisein seiner Frau Maike Kohl-Richter friedlich in seinem Bett in Ludwigshafen eingeschlafen. Schon in den Jahren zuvor hatte er immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, litt nach einem Sturz nicht nur unter sprachlichen, sondern auch unter körperlichen Beschwerden. Nun jährt sich Kohls Todestag zum ersten Mal.

In seinen aktiven Jahren hatte Kohl als "Kanzler der Einheit" für ein friedliches Miteinander gekämpft und wurde vor allem als Mann, der dem Land die Wende brachte, gefeiert. Seit seinem Tod machten jedoch zahlreiche Negativ-Schlagzeilen die Runde: Vor allem das zerrüttete Verhältnis zu seinen Söhnen Peter (52) und Walter (54) sorgte immer wieder für wilde Spekulationen – die haben das Grab ihres Vaters bisher noch nicht einmal besucht. Ob sie zu dessen Todestag eine Ausnahme machen werden, wird sich zeigen. Neben der Familienfehde, die die drei Männer offensichtlich schon Jahre vor Kohls Tod beschäftigt hatte, soll es nämlich noch einen anderen Grund für das Meiden der Ruhestätte geben: Kohls Frau Maike hatte dort das Installieren von Kameras veranlasst – und damit gegen den Willen ihrer Stiefsöhne gehandelt.

Vor allem Peters Verhältnis zu der heute 54-Jährigen sei nach wie vor distanziert. In einem Interview mit Zeit erklärte er zuletzt, die Volkswirtin hätte seinen Vater absichtlich sozial isoliert: "Er konnte seine Enkel nicht mehr sehen, er hat seine letzten Lebensjahre getrennt von seiner Familie und seinen wichtigsten Weggefährten im Hausarrest verbringen müssen."

Maike Kohl-Richter und Helmut Kohl 2016Daniel Roland / AFP / Getty Images
Maike Kohl-Richter und Helmut Kohl 2016
Peter und Walter Kohl zu Gast bei "Markus Lanz"gbrci/Future Image/ActionPress
Peter und Walter Kohl zu Gast bei "Markus Lanz"
Helmut Kohl und Roman Herzog 1994Wolfgang Kumm / AFP / Getty Images
Helmut Kohl und Roman Herzog 1994
Glaubt ihr, Kohls erster Todestag wird seine Söhne und ihre Stiefmutter näher zusammenbringen?242 Stimmen
21
Ja! Vielleicht schaffen sie es ja doch, gemeinsam das Grab zu besuchen.
221
Nein. Es ist traurig, aber ich bin mir sicher, dass die Verhältnisse auch weiterhin so zerrüttet bleiben.


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