Verhärtete Fronten. Vor fast vier Monaten ist Helmut Kohl (✝87) verstorben. Der "Kanzler der Einheit" wurde nach einem bewegenden Gottesdienst und einer großen Trauerfeier auf eigenen Wunsch hin in Speyer beigesetzt. Die Rechnung für den Aufwand ist noch immer nicht beglichen. Wer wird für die 57.000 Euro zur Kasse gebeten?

Keiner der Familienmitglieder sieht sich aufgefordert, die hohen Kosten zu tragen. Der Kohl-Clan ist zerrüttelt. Das wurde spätestens beim Begräbnis deutlicher denn je. Sowohl beide Söhne, die Schwiegertöchter und alle Enkel des Altkanzlers fehlten. Nicht mal ins Haus des 87-Jährigen wurde sein Sohn Walter Kohl (54) gelassen. Seine Witwe Maike Kohl-Richter bleibt hart, wenn es um eine Versöhnung mit den Verwandten ihres verstorbenen Mannes geht. Die Familienmitglieder sprechen nicht miteinander. Wenigstens hat sich für die vielen Ausgaben eine Lösung gefunden: Es wird geteilt! Wie Bunte erfährt, wird die Domstadt den kleineren Anteil von 4.000 Euro übernehmen. Ein Sprecher erklärte, dass damit beispielsweise Ordnungsamt und Feuerwehr gedeckt würden. Für den Löwenanteil von 53.000 Euro muss die Familie letztlich auch nicht aufkommen. Den übernehme das Bundesministerium des Innern.

Für einen der wichtigsten deutschen Politiker sehe das Grab arm aus, findet der Neffe des Verstorbenen. "Onkel Helmut hätte einem Zaun nie zugestimmt. Ausgerechnet um sein Grab! Wo er doch der Kanzler der Einheit war und die Mauer einreißen ließ", sagte er Bunte.

Michelle und Barack Obama in Chicago
Scott Olson / Getty Images
Michelle und Barack Obama in Chicago
Helmut Kohl und Jacques Chirac, 2002
Getty Images
Helmut Kohl und Jacques Chirac, 2002
Sollte die Familie auch einen Teil der Kosten übernehmen?2322 Stimmen
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Ja. So kann die Familie trotz des Streits zeigen, dass sie füreinander da ist.
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Nein. Das würde den Zoff nur noch verstärken.


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