Oliver Kahn (48) offenbart sein Innerstes: Der Star-Keeper war bis zu seinem Karriereende 2008 ein Aushängeschild des deutschen Fußballs. Auch heute noch bleibt der dreifache Welttorhüter dem Sport als Experte treu. In einer TV-Show sprach er nun öffentlich über die schwerste Zeit seines Lebens: In den 90ern litt Oliver an Burnout.

Immer auf den Erfolg aus trieb der Ex-Profi sich an, trainierte wie verrückt. Irgendwann war der Druck anscheinend zu groß. "Geistig und körperlich ging gar nichts mehr. Ich bin morgens aufgewacht und wusste nicht mehr, wie komme ich jetzt eigentlich zum Training? Wie schaffe ich es überhaupt im Haus die Treppe runter zu kommen", erzählte er jetzt in der WDR-Sendung Ich stelle mich Moderatorin Sandra Maischberger (50). In seiner Biografie vor einigen Jahren sprach er das Thema erstmalig an. Vor allem das verlorene Champions-League-Finale gegen Manchester United brachte Oliver an seine Grenzen: "Und da habe ich dann gemerkt: So kannst du nicht weiter agieren."

Allein kam der Fußballer aus seinen Problemen nicht mehr raus. Er holte sich Hilfe bei seiner Familie, aber auch bei Ärzten, und konnte sein Burnout überwinden. Für sein Leben hat er vor allem eines mitgenommen: "Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass das Streben nach Erfolg, wenn es dauerhaft exzessiv und zwanghaft betrieben wird, krank machen kann."

Oliver Kahn und Sandra Maischberger bei "Ich stelle mich" im WDR© WDR/Melanie Grande
Oliver Kahn und Sandra Maischberger bei "Ich stelle mich" im WDR
Oliver Kahn beim Champions-League-Finale gegen Manchester United 1999Markus Ulmer/ActionPress
Oliver Kahn beim Champions-League-Finale gegen Manchester United 1999
Nationalspieler nach der WM 2006WENN
Nationalspieler nach der WM 2006


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