Seine 12.000 Facebook-Fans nannten ihn den "irakischen Brad Pitt". Jetzt ist Karar Nushi tot. Der junge Schauspieler wurde entführt, gefoltert und umgebracht. Und das vermutlich alles nur, weil er in den Augen von religiösen Fanatikern "zu schwul" aussah.

Neben seinen langen, blonden Locken trug Karar gerne enge, bunte Kleidung und war stolz auf sich und seinen Look. Gerüchten zufolge wollte er demnächst an einem Schönheitswettbewerb für Männer teilnehmen. Genau deshalb erhielt er anonyme Morddrohungen. Seine Fans vermuten, dass IS-Anhänger für Karars Tod verantwortlich sind. Die Mitglieder der terroristischen Miliz leben streng nach der Scharia, dem religiösen Gesetz des Islams. Und das wird von vielen konservativen Gläubigen als anti-homosexuell ausgelegt. Karar ist nicht der erste, dem sein Aussehen oder seine Sexualität deshalb das Leben gekostet haben.

Der schöne Schauspieler, der in der irakischen Hauptstadt Bagdad Kunst studiert hatte, wurde laut der lokalen Nachrichtenseite Kurdistan24 erstochen auf einer Einkaufsmeile gefunden. In der Vergangenheit soll er sich zu dem Thema Mobbing folgendermaßen geäußert haben: "Ich schätze meine persönliche Freiheit, mich einzigartig zu zeigen. Ich möchte zu den verletzenden Kommentaren nichts sagen, die zweifellos das Level der Autoren widerspiegeln."


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