Der ECHO-Eklat zieht weite Kreise: Peter Maffay (68), der im Vorfeld schon gegen die Nominierung der Skandal-Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) wetterte, nimmt jetzt die Veranstalter in die Pflicht: Die Musiklegende ist für den Rücktritt sämtlicher Verantwortlicher, die beschlossen, die Muskelmänner mit einem Preis in der Kategorie "Hip-Hop National" zu bedenken. Die Reimkünstler hatten mit vermeintlich
antisemitischen Textzeilen für viel Empörung gesorgt, den Award schlussendlich trotzdem eingesackt.

In einem ausführlichen Facebook-Post forderte der Tabaluga-Erfinder: "Die Konsequenz aus den Vorfällen sollte sein: Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren." Die Änderungen der Statuten, die der Bundesverband Musikindustrie, der den ECHO verleiht, angekündigt hatte, seien nicht ausreichend: "Zur Tagesordnung jetzt überzugehen, geht nicht. Es muss eine Aufarbeitung geben. Rassismus und Gewaltverherrlichung haben in unserem Staat, gerade vor dem Hintergrund unserer Geschichte, nichts verloren, genauso wenig und erst recht nicht in der Kunst."

Für die Entscheidung eines Kollegen, seinen ECHO aufgrund des Skandals zurückzugeben, fand Peter lobende Worte: Klaus Voorman, bekannt als "fünfter Beatle" und ein enger Freund der britischen Musiklegenden der Kultband "The Beatles", war für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Am Montag verkündete er in einem offiziellen Statement: "Ich habe ursprünglich mit Freude den Lebenswerk-ECHO angenommen, da man bei mir anscheinend nicht nach Verkaufserfolg und Umsatzzahlen ging, sondern meine künstlerische Leistung würdigen wollte. Was sich für mich als Geschenk anlässlich meines 80. Geburtstags anfühlte, entpuppt sich nun als große Enttäuschung."

Kollegah und Farid Bang beim ECHO 2018Andreas Rentz/Getty Images
Kollegah und Farid Bang beim ECHO 2018
Statement von Peter Maffay zum ECHO-EklatFacebook / Maffay.de
Statement von Peter Maffay zum ECHO-Eklat
Peter Maffay beim Nachhaltigkeitspreis 2004Mathis Wienand/Getty Images
Peter Maffay beim Nachhaltigkeitspreis 2004
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Er hat völlig recht
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Ich finde, man muss es nicht übertrieben, die Verantwortlichen haben ja versprochen, dass sich was ändert


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