Fast neun Jahre ist es her, dass Robert Enke (✝32) den Freitod wählte. Der deutsche Nationaltorwart litt jahrelang unter schweren Depressionen. Da sich dieser schlimme Vorfall nun erneut jährt, sprach Max Eberl (45) über die aktuelle Lage von Sportlern, die unter psychischen Beschwerden leiden. Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach meinte, dass sich seitdem wenig verändert habe und vor allem junge Fußballer oft alleine mit ihren Problemen seien. Dem widersprach Roberts Witwe jetzt: Teresa lobte die Stiftung ihres Partners.

In einem offenen Brief der Robert-Enke-Stiftung dankte die Leiterin der Organisation dem Manager für seinen Einsatz in der Thematik, allerdings habe sich seit dem Tod ihres Mannes einiges getan. Schließlich habe man vor Kurzem selbst einem Jugendspieler helfen können: "Innerhalb eines Tages hatte der Jugendliche einen Termin bei einem Sportpsychiater in seiner Stadt." Zudem seien die Vereine und auch die Nachwuchsakademien viel sensibler geworden, wenn ein Spieler mit diesem Thema an sie herantritt.

Als Robert vor 15 Jahren zum ersten Mal mit dieser Erkrankung zu tun hatte, gab es eine solche Möglichkeit noch nicht. Im Gegenteil: Der Profisportler wollte sich am liebsten niemandem anvertrauen. "Wir litten unter dem schrecklichen Gefühl, Roberts Krankheit verheimlichen zu müssen – einem Torwart mit Depression würde doch kein Verein mehr trauen", fügte Teresa hinzu.

Sind Sie selbst depressiv oder haben Sie Selbstmord-Gedanken? Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Teresa Enke bei der 1Live Krone 2019
Getty Images
Teresa Enke bei der 1Live Krone 2019


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