Es ist eine dunkle Seite in der Geschichte von St. Pauli. Eigentlich ist das Hamburger Viertel durch die Reeperbahn bekannt – eine Straße, auf die das Motto "Sex, Drugs & Rock'n'Roll" passt wie die Faust aufs Auge. Doch hier haben sich in den 1970er-Jahren furchtbare Ereignisse abgespielt. "Aus dem Nichts"-Regisseur Fatih Akin (45) verfilmt in seinem Thriller über den Serienmörder Fritz Honka den gleichnamigen preisgekrönten Roman "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk (56) aus dem Jahr 2016. Jetzt wurden erste Bilder und ein Trailer veröffentlicht – bei der Berlinale geht der Film dann an den Start. Und eins steht fest: Es wird düster.

Schon die jetzt veröffentlichten Bilder erzeugen eine bedrückende Atmosphäre, in der Jonas Dassler in der Rolle des eigentlich unscheinbar wirkenden Verlierertypen Fritz Honka eine Total-Verwandlung gelingt. Der Schauspieler, der zuletzt unter anderem in "Werk ohne Autor" zu sehen war, ist kaum wiederzuerkennen. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. "Fiete", so sein Spitzname, ermordete in den 1970er-Jahren mehrere Frauen, die er zuvor in der Kneipe "Zum Goldenen Handschuh" kennengelernt hatte. Die Leichen zerstückelte er und versteckte sie in seiner Wohnung. Seine Opfer waren vor allem Gelegenheitsprostituierte – niemand vermisste sie. Der Mörder wurde erst sechs Jahre nach seinem ersten Gewaltverbrechen verurteilt.

Im vergangenen Jahr hatte Regisseur Fatih Akin mit seinem Rache-Drama "Aus dem Nichts" über die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) für Aufsehen gesorgt. Der Film gewann unter anderem einen Golden Globe, fast wäre er für einen Oscar nominiert worden.

Schauspieler Jonas Dassler beim New Faces Award 2018Getty Images
Schauspieler Jonas Dassler beim New Faces Award 2018
Fatih Akin und Diane Kruger beim Bayerischen Filmpreis 2018P. Hoffmann / WENN.com
Fatih Akin und Diane Kruger beim Bayerischen Filmpreis 2018
Heinz Strunk bei der Goldenen Kamera 2018ActionPress
Heinz Strunk bei der Goldenen Kamera 2018
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