In Fünfkämpferin Annika Schleus (31) Karriere lief es eigentlich einwandfrei. Bei den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in Tokio standen die Chancen für die gebürtige Berlinerin recht gut. Doch statt einer Medaille bekommt sie jetzt jede Menge Kritik. Als ihr Pferd beim Reiten nicht über die Hindernisse sprang, griff sie zur Gerte. Jetzt wird sie tatsächlich wegen Tierquälerei vom Deutschen Tierschutzbund angezeigt.

Wie Spiegel berichtet, haben die diesjährigen Olympischen Spiele für die Sportlerin und die deutsche Bundestrainerin Kim Raisner (48) tatsächlich ein juristisches Nachspiel. Annika wurde während eines Wettkampfes von ihrer Trainerin dazu aufgefordert, mit der Gerte einmal richtig zuzuschlagen. Nun wurden offiziell Strafanzeige wegen Tierquälerei und Beihilfe erstattet. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft dafür, grundsätzlich Tiere aus leistungsorientierten Wettkämpfen zwischen Menschen auszuschließen. Annika ist sich jedoch, wie es scheint, keiner Schuld bewusst. Gegenüber Die Zeit betonte sie: "Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt. Ich hatte eine Gerte dabei, die vorher kontrolliert wurde. Genauso wie die Sporen."

Im Netz erntete die 31-Jährige ebenfalls viel Kritik für ihr Verhalten. "Dieses Gepeitsche war mehr als grausam", schrieb ein schockierter Twitter-User. Annika verteidigte sich bereits kurz nach dem Wettkampf im Gespräch mit ARD: "Eigentlich sind wir Deutsche als gute und solide und auch einfühlsame Reiter bekannt."

Fünfkämpferin Annika Schleu bei Olympia 2021
Getty Images
Fünfkämpferin Annika Schleu bei Olympia 2021
Annika Schleu beim Uipm World Cup 2019, Tokio
Getty Images
Annika Schleu beim Uipm World Cup 2019, Tokio
Fünfkämpferin Annika Schleu bei Olympia 2021 in Tokio
Dan Mullan
Fünfkämpferin Annika Schleu bei Olympia 2021 in Tokio
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Ja, das war ganz klar Tierquälerei.
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Nein, sie hat nichts falsch gemacht.


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