Hanka Rackwitz wagt Neuanfang: Vom Schloss ins Wirtshaus
Jahre des Rückzugs liegen hinter Hanka Rackwitz (56) – doch damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Die 56-Jährige, die einem breiten Fernsehpublikum durch Big Brother im Jahr 2000 und später durch ihre Teilnahme am Dschungelcamp 2017 bekannt wurde, hat eine Entscheidung getroffen: weg vom idyllischen, aber stillen Wasserschloss St. Ulrich in Mücheln am Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt, hin zu einem alten Dorfgasthof im rund 50 Kilometer entfernten Freist. Dort leben gerade einmal 270 Menschen – und trotzdem sieht Hanka dort ihre Zukunft. Die Wohnung im Wasserschloss hat sie noch bis zum 1. Mai, doch es zieht sie früher hinaus. "Ich brauche endlich eine Aufgabe im Leben. Ich habe mich hier versteckt vor der Welt", sagt Hanka offen laut RTL. Die Nähe zu Mutter und Schwester, die beide nebenan wohnen, habe ihr zwar Halt gegeben – doch der Alltag in den alten Mauern fühlt sich für sie längst nicht mehr richtig an.
Das Konzept, das Hanka für Freist entwickelt hat, ist denkbar bodenständig: Im Erdgeschoss des historischen Dorfkrugs sollen bald wieder Gäste einkehren, während sie selbst im Obergeschoss einziehen wird. Gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern, die das Projekt von Anfang an unterstützen, will sie dem lange leerstehenden Gasthof wieder Leben einhauchen. Eine erste Speisekarte steht bereits. Geplant ist auch ein Bücherregal im Gastraum, denn: "Vor allem die Männer langweilen sich", so Hanka mit einem Augenzwinkern. Einen kleinen Haken sieht sie selbst bei ihrer neuen Wohnsituation: Der Biergarten liegt direkt unter ihr. Doch das schreckt sie nicht wirklich ab – denn ins Bett gehen, bevor unten die letzte Runde ausgetrunken ist, kommt für sie ohnehin nicht infrage. Erste gastronomische Erfahrungen hat Hanka übrigens bereits gesammelt: Als Küchenhilfe hat sie sich einen ersten Einblick in den Berufsalltag verschafft.
So entschlossen Hanka auch wirkt – der Weg bis zur Eröffnung ist noch weit. Zwei entscheidende Voraussetzungen fehlen bislang vollständig: Weder ein Gewerbeschein noch ein Brandschutzkonzept liegen vor. Und das, obwohl sie schon in wenigen Wochen loslegen möchte. Ihre Schwester mahnt zur Vorsicht und riet ihr unter anderem, mit dem kulinarischen Angebot langsam zu beginnen. Hanka nimmt diese Hinweise an, bleibt aber in ihrer Grundhaltung zuversichtlich. Ob der Dorfkrug in Freist am Ende tatsächlich zur neuen Wirkungsstätte des Realitystars wird, bleibt abzuwarten.







