Was droht Nicolas Sarkozy (66) denn nun? Bereits im März dieses Jahres stand der ehemalige französische Staatschef, der von 2007 bis 2012 das Land regierte, wegen Bestechung und unerlaubter Einflussnahme vor Gericht. Jetzt wurde dem Politiker vorgeworfen, bei der Präsidentschaftswahl 2012 illegale Wahlkampffinanzierung betrieben zu haben. Nun hat das Gericht entschieden: Sarkozy wurde schuldig gesprochen und muss ein Jahr lang in Haft!

"Er hat es als Kandidat unterlassen, die Kosten zu kontrollieren", teilte die Vorsitzende Richterin in Paris mit. Zum Prozess erschien Sarkozy nicht persönlich. Das Urteil wird ihm aber wohl kaum gefallen: Der Ex-Präsident wurde zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt. Die Strafe soll in Form eines elektronisch überwachten Hausarrests verbüßt werden. Während Sarkozys Anwälte auf Freispruch plädiert hatten, brachte die Staatsanwaltschaft das Argument vor, dass der 66-Jährige von den Kosten gewusst haben soll.

So soll sich Sarkozys Finanzierung des Wahlkampfes immer weiter der Obergrenze genähert haben. Die Warnungen seiner Finanzberater habe er allerdings schlichtweg ignoriert. Letztendlich kostete der Wahlkampf stolze 40 Millionen Euro – eine Summe, die knapp doppelt so hoch wie die erlaubten Ausgaben ist. Sarkozy weist allerdings weiterhin alle Vorwürfe von sich. Er hat angekündigt, in Berufung zu gehen.

Nicolas Sarkozy vor Gericht in Paris im Dezember 2020
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Nicolas Sarkozy vor Gericht in Paris im Dezember 2020
Nicolas Sarkozy auf einem Kongress in Madrid im Oktober 2015
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Nicolas Sarkozy auf einem Kongress in Madrid im Oktober 2015
Nicolas Sarkozy vor Gericht in Paris im März 2021
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Nicolas Sarkozy vor Gericht in Paris im März 2021


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