Simone Biles (24) hat sich bei den Olympischen Spielen im Sommer dazu entschlossen, aus dem Wettbewerb auszusteigen. Als Grund nannte sie ihre mentale Gesundheit. Zuvor war bekannt geworden, dass Simone und viele weitere Frauen vom Sportarzt Larry Nassar (58) sexuell missbraucht worden waren. Die Turnerin hatte zuletzt eingestanden, dass die Vorfälle ihre Psyche noch immer beeinflussen würden. Jetzt offenbarte sie in einem Interview, dass ihre Olympia-Teilnahme ein großer Fehler war.

"Wenn man sich anschaut, was ich die letzten sieben Jahre durchgemacht habe, hätte ich nie wieder Teil eines olympischen Teams sein sollen [...] Ich hätte lange vor Tokio aufhören sollen", erklärte Simone dem New York Magazine. Es sei schwer zu ertragen gewesen, ihren Peiniger Larry Nassar zwei Jahre in den Medien zu sehen. "Aber ich wollte nicht zulassen, dass er mir etwas wegnimmt, für das ich seit meinem sechsten Lebensjahr gearbeitet habe. Also habe ich so lange weitergemacht, wie mein Geist und mein Körper es zugelassen haben", stellt Simone klar.

Während des Wettkampfes sei sie dann an den Punkt gekommen, an dem es nicht mehr weitergegangen sei. Sie verließ den Wettkampf und unterstützte ihr Team von der Tribüne aus. "Ich würde nichts daran ändern. Ich habe viel über mich selbst gelernt – Mut, Widerstandsfähigkeit, und wie man auch mal Nein sagt und für sich selbst einsteht", resümiert die 32-fache Medaillengewinnerin.

Simone Biles im Juli 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio
Getty Images
Simone Biles im Juli 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio
Larry Nassar, Januar 2018
Getty Images
Larry Nassar, Januar 2018
Simone Biles im August 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio
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Simone Biles im August 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio
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