Das können nicht alle nachvollziehen! Marilyn Manson (52) muss sich zurzeit wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht verantworten. Mehrere Frauen beschuldigen den Musiker, sie sexuell missbraucht und ausgenutzt zu haben. Laut Medienberichten soll der Schockrocker seine mutmaßlichen Opfer sogar in einer schalldichten Kammer eingesperrt haben. Trotz allem wurde Marilyn jetzt für einen Grammy nominiert. Diese umstrittene Entscheidung verteidigte der Chef des wichtigen Musikpreises nun.

Im Interview mit The Wrap äußerte sich der Vorsitzende der Recording Academy Harvey (53) Mason Jr. jetzt zum Umgang mit Künstlern wie Marylin: "Wir blicken nicht auf die Geschichte der Menschen oder ihr Führungszeugnis, sondern nehmen die Werke von Musikern nach künstlerischen Richtlinien in die engere Auswahl auf." Damit erteilte er allen Fans eine Abfuhr, die sich eine stärkere Stellungnahme der Academy gewünscht hatten.

Was für die Nominierungen gelte, müsse jedoch keineswegs auch bei der großen Grammy-Gala der Fall sein, betonte Harvey: "Wir haben die Kontrolle über unsere Bühne, unsere Show und den roten Teppich. Da schauen wir schon genau, was das für Menschen sind, die ein Teil davon sein wollen." Gut möglich also, dass Marilyn im Falle eines Gewinns seinen Preis nicht persönlich abholen darf.

Marilyn Manson, 2001
Getty Images
Marilyn Manson, 2001
Harvey Mason Jr., Chef der Recording Academy
Getty Images
Harvey Mason Jr., Chef der Recording Academy
Die Grammy-Trophäe
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Die Grammy-Trophäe
Könnt ihr Harveys Sichtweise verstehen?247 Stimmen
134
Ja, es wäre falsch, einzelne Künstler komplett auszuschließen - zumal das Verfahren ja noch läuft.
113
Nein, so sehr darf man zwischen Werk und Künstler nicht trennen!


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