

Koreanische Schauspiellegende Ahn Sung-ki mit 74 verstorben
Ganz Korea trauert um Ahn Sung-ki (†74): Der Star aus "Silmido" und "A Fine, Windy Day" ist im Alter von 74 Jahren in Seoul gestorben. Seine Agentur Artist Company bestätigt auf Instagram, dass der Schauspieler nach jahrelangem Kampf gegen Blutkrebs im Soonchunhyang University Hospital verstorben ist. "Ahn Sung-ki war eine Persönlichkeit, die die Geschichte der populären Kultur in Korea mit einem tiefen Pflichtbewusstsein und beständiger Hingabe an die Schauspielerei begleitet hat", heißt es in dem Beitrag, und weiter: "Seine Schauspielkunst war stets den Menschen und dem Leben zugewandt, und durch seine unzähligen Werke hat er über Generationen hinweg tiefe Resonanz und Trost vermittelt."
Der in Daegu geborene Ahn stand schon mit sechs Jahren für "Twilight Train" vor der Kamera und wirkte in weit über 100 Filmen mit, darunter Klassiker wie "Radio Star", "Mandala", "Silmido" und "A Fine, Windy Day". Für Letzteren erhielt er 1980 den Preis als bester Nachwuchsdarsteller bei den Grand Bell Awards, dem koreanischen Pendant zu den Oscars. Sein letzter Film "Birth" erschien 2022. Präsident Lee Jae Myung würdigte den Verstorbenen auf Facebook mit den Worten, Ahn habe "einen großen Fußabdruck in der koreanischen Filmgeschichte und den kulturellen Künsten hinterlassen". Die Beerdigung ist für Freitag in der Trauerhalle des St. Mary’s Hospital in Seoul angesetzt.
Ahn war nicht nur eine Institution auf der Leinwand, sondern auch ein verlässliches Gesicht des öffentlichen Lebens. Obwohl er als "Schauspieler der Nation" verehrt wurde, hielt er den Rummel um den Titel klein und betonte in Interviews, er wolle schlicht als Filmschauspieler gesehen werden. Kollegen beschrieben ihn über die Jahre als bescheiden, zugewandt und diszipliniert – einen Partner, der am Set Ruhe ausstrahlte und jüngere Talente ermutigte. Weggefährten erinnern sich an gemeinsame Drehpausen, in denen der Star mit Tee in der Hand Geschichten aus frühen Kinotagen erzählte und aufmerksam zuhörte, wenn andere sprachen. Seine leise Art, Respekt zu zeigen, hat viele berührt – weit über die Filmwelt hinaus.




