Einbruch und Diebstahl bei Sylvie Meis: Verdächtiger gesteht
Ein Geständnis im Saal, aber viele offene Fragen: Vor dem Landgericht Hamburg hat ein Angeklagter den Einbruchdiebstahl in die Dachwohnung von Sylvie Meis (47) eingeräumt. Die Tat liegt zurück: Im Juli 2023 wurde in der Luxuslage Eppendorf über ein Baugerüst ein nicht gesichertes Fenster im fünften Stock erreicht. Während die Moderatorin im Urlaub auf Ibiza war, verschwanden Designer-Handtaschen und Schmuck im Gesamtwert von über 500.000 Euro. Laut Anklage soll der Mann mit einem bislang unbekannten Komplizen gehandelt haben. Beim Prozessauftakt, der nun zweieinhalb Jahre nach der Tat startete, blieb ein wichtiger Name ungenannt.
Die Staatsanwaltschaft listet 22 Handtaschen der Marke Hermès, vier von Chanel und eine von Yves Saint Laurent auf, dazu Schmuckstücke. Der Angeklagte, nach DNA-Spuren am Tatort ermittelt, erklärte vor Gericht, er sei nicht der "Kopf der Sache" gewesen, aber aus Angst vor Konsequenzen wolle er den Komplizen nicht benennen. Die Ermittler gehen von einer gezielten Tatplanung aus und vermuten, der in Albanien geborene Beschuldigte sei eigens zum Diebstahl nach Deutschland gereist. Der Großteil der Beute bleibt verschwunden. Gerichtssprecherin Marayke Frantzen sagte zu RTL: "Das Gesetz sieht für diesen Deliktstyp ein Strafmaß zwischen einem und zehn Jahren vor." Ob das Geständnis strafmildernd wirkt, wird sich zeigen, ein Urteil wird Mitte Februar erwartet.
Für die Moderatorin, die in Hamburg ihren Lebensmittelpunkt hat, war der Moment der Rückkehr nach dem Inselurlaub besonders bitter: Fremde waren im eigenen Zuhause, das Ankleidezimmer – sonst Bühne ihrer Modeleidenschaft – wurde zum Tatort. Auf Instagram hatte sie Monate vor dem Einbruch noch ein Bild aus diesem Raum geteilt, versehen mit "Wo die Magie stattfindet". Privat tritt Sylvie seit Jahren als hingebungsvolle Mutter auf, zeigt ihren Alltag zwischen Jobs, Reisen und Familienzeit oft nur in Ausschnitten. Wer sie kennt, weiß: Das Zuhause ist für sie Rückzugsort und Schaffensplatz zugleich. Umso größer die Erleichterung im Umfeld, dass sie beim Prozess nicht persönlich erscheinen muss und sich fern der Schlagzeilen auf sich selbst konzentrieren kann.






