"Panikattacken": Sylvie Meis klagt vor Gericht nach Einbruch
Als Sylvie Meis (47) am Freitag, dem 6. Februar, im Landgericht Hamburg in den Zeugenstand trat, wurde es still im Saal, wie RTL berichtet: Die Moderatorin, die in der schrägen ARD-Impro-Dramedy-Serie "Friesenjunkies" ihr Schauspieldebüt in Deutschland gibt, schilderte, wie sie im Juli 2023 aus dem Urlaub in ihre Hamburger Wohnung zurückkehrte – und dort das pure Chaos vorfand. Mehr als 40 Designer-Taschen, Stücke von Hermès, Chanel und Yves Saint Laurent, sind verschwunden, der materielle Schaden wird auf rund 530.000 Euro beziffert. Sylvie erzählte, wie ihr beim Anblick des leeren Schranks "ganz kalt" geworden sei und sie der Realität zunächst keinen Glauben schenken konnte, weil die Alarmanlage aktiviert war. Gemeinsam mit ihrer Managerin ist sie zum Prozess erschienen, in dem am Ende eine Haftstrafe von vier Jahren verhängt wird.
Vor Gericht beschrieb die 47-Jährige, dass diese Luxusstücke für sie weit mehr als nur Mode gewesen seien. Über Jahre habe sie die Taschen gesammelt, jede einzelne verbinde sie mit einer besonderen Erinnerung und viel Arbeit. "Jede Tasche hatte eine Geschichte. Es war ein Investment, für das ich hart gearbeitet habe", zitierte RTL sie. Ihre erste Hermès-Tasche habe sie 2005 nach einem Jahr Wartezeit bekommen. Der finanzielle Verlust werde zwar von der Versicherung reguliert, doch Sylvie sprach offen darüber, dass die eigentliche Wunde an anderer Stelle sitze: Ihr Sicherheitsgefühl sei zerstört. "Ich habe ein Jahr nicht durchgeschlafen. Ich habe viel geweint", sagte sie und berichtete von Panikattacken, Herzrasen und der Angst, abends allein in der Wohnung zu sein. Auch ihr Sohn stelle immer wieder die Frage, ob sie in ihrem Zuhause wirklich sicher seien, obwohl ihr die Wohnung als "eine der sichersten in Hamburg" angepriesen worden sei.
Emotional wurde es laut RTL, als der Angeklagte sich im Saal direkt an Sylvie wandte und um Verzeihung bat. "Ich bitte um aufrichtige Verzeihung. Es war nicht meine Intention, Ihnen Schmerzen zu bereiten." Sylvie habe ihm dabei in die Augen gesehen und ruhig geantwortet, sie sei ein Mensch, "der nicht in Hass lebt", und betonte, wie sehr sie es für seine Kinder bedauere, dass sie ihren Vater durch seine Entscheidung verlieren. Die Love Island VIP-Moderatorin sagte, sie glaube ihm, dass er seine Tat bereue. Kurz danach verließ die Moderatorin sichtlich erschöpft mit ihrer Managerin den Saal, ohne weitere Fragen zu beantworten. Im Privatleben gilt die Niederländerin seit Jahren als Familienmensch, der enge Bezug zu ihrem Sohn spielt für sie eine besondere Rolle – auch deshalb beschreibt sie den Verlust von Vertrauen und Heimatgefühl in den eigenen vier Wänden als den schwersten Schlag nach dem Einbruch.










