

Luigi Mangiones Geschworenenauswahl startet im September
Luigi Mangione ist zurück im Gerichtssaal – und jetzt ist klar, wann es ernst wird: Eine Richterin hat entschieden, dass am 8. September 2026 die Auswahl der Geschworenen im Bundesprozess gegen den Social-Media-Star beginnt. Der 27-Jährige soll laut Anklage am 4. Dezember 2024 in Midtown Manhattan den UnitedHealthcare-Chef Brian Thompson erschossen haben. Am vergangenen Freitag erschien Luigi in dem Verfahren erneut vor Gericht, begleitet von seinem Verteidigerteam. Im Raum steht ein Verfahren, in dem es um Leben und Tod gehen könnte – und je nach Einstufung des Falls entscheidet sich, wie schnell die nächste Phase startet.
Laut Berichten von CBS News und ABC News legte Richterin Margaret Garrett fest: Beginnt das Bundesverfahren als Nicht-Kapitalfall, soll der eigentliche Prozess am 13. Oktober eröffnen. Wird es als Kapitalfall mit möglicher Todesstrafe geführt, würde der Start auf den 11. Januar 2027 verschoben. Kurz zuvor hatte eine richterliche Anordnung einen Beamten aus Altoona, Pennsylvania, zur Aussage über interne Beweisabläufe verpflichtet – besonders zur Rucksack-Durchsuchung, bei der Ermittler eine Waffe, einen Schalldämpfer und ein Notizbuch sicherstellten. Parallel laufen in New York die Auseinandersetzungen um die Zulässigkeit von Beweisen und Aussagen; ein Urteil dazu wird im Mai erwartet. Luigi hat in beiden Verfahren auf nicht schuldig plädiert.
Abseits der juristischen Aspekte steht auch Luigi Mangione selbst im Mittelpunkt des Interesses. Seit seiner Festnahme in Altoona wird diskutiert, wie stark seine öffentliche Online-Präsenz und sein privates Leben miteinander verflochten waren. Menschen aus seinem Umfeld berichten von einem kleinen, engen Kreis, der in belastenden Phasen versuchte, ihn zu schützen. Während sich in sozialen Netzwerken schnell klare Lager bildeten, verlief vieles im privaten Umfeld deutlich zurückhaltender – geprägt von Familie, langjährigen Freundschaften und dem Bemühen, trotz zunehmender medialer Aufmerksamkeit einen normalen Alltag aufrechtzuerhalten.




