Darum ist das neue "Game of Thrones"-Spin-off so anders
Darum ist das neue "Game of Thrones"-Spin-off so andersHBO / Steffan HillZur Bildergalerie

Darum ist das neue "Game of Thrones"-Spin-off so anders

- Promiflash Redaktion
Lesezeit: 2 min

Mit einem Lächeln im Gesicht und vielen Anekdoten im Gepäck stellte Showrunner Ira Parker vor wenigen Tagen in Berlin das neue Game of Thrones-Spin-off "A Knight of the Seven Kingdoms" vor – und machte sofort klar, warum diese Serie anders wird als alles, was Fans aus Westeros bisher kennen. Statt düsterer Schlachten und politischer Intrigenspiele steht der humorvolle Roadtrip des Ritters Dunk im Mittelpunkt, gespielt von Peter Claffey (29), der als einziger Blickwinkel der Geschichte durch raue Landschaften und schrullige Adelskreise streift. Gedreht wurde eine Welt, die bewusst staubiger, schmutziger und erdiger wirkt und manchmal fast wie ein Western aufgebaut ist: ein Mann, ein paar Pferde, eine fremde Stadt, eine Frau, ein Bösewicht – und am Ende das Duell bei Sonnenaufgang. Seit dem 19. Januar ist die neue Reise durch Westeros bei HBO Max zu sehen, allerdings ohne ein Element, das viele Fans für unverzichtbar hielten.

Denn der typische Einstieg mit Ramins berühmter Titelmusik fehlt zu Beginn komplett – eine Entscheidung, die Ira im Gespräch mit Serienjunkies selbst als "beängstigend" bezeichnete. "Ramins Musik ist zu Recht episch, denn diese Geschichten sind groß, monumental und gewaltig. Das ist nicht Dunk", erklärte der Showrunner. Der Ritter sei schlicht, bodenständig und alles andere als ein klassischer Held, darum habe man auch beim Vorspann und Score einen reduzierten Ansatz gewählt. Statt einer bombastischen Fanfare setzt Komponist Dan Romer auf intime, natürliche Klänge, die sich an Dunks innerer Gefühlswelt orientieren. Rückblenden, die in Staffel eins auftauchen, dienen vor allem dazu, diesen inneren Monolog der Buchvorlage sichtbar zu machen. "Peter gelingt es hervorragend, Dunks Ängste und seine Unsicherheit allein über sein Gesicht zu vermitteln", schwärmte Ira.

Erst in Episode vier dürfen Fans dann doch kurz nostalgisch werden: Dort verschmelzen Dunks Thema und Ramins Kultmelodie zu einem neuen, gemeinsamen Stück, das laut Ira zu den schönsten Musikmomenten der gesamten Staffel zählt. Wie sehr dieses Spin-off seinen eigenen Weg gehen darf, zeigt auch die Entstehungsgeschichte, die Ira beim Junket enthüllte. Als HBO ihm grünes Licht gab, bekam er zwei klare Vorgaben: ein bestimmter Budgetrahmen – und die Serie müsse "eigenwillig" sein. "Wir sagten sofort zu", erinnerte er sich. Nur zehn Minuten nach dem Anruf erfuhr Ira außerdem, dass seine Frau schwanger ist – ein doppelter Glückstag für ihn.

Szene aus "A Knight of the Seven Kingdoms"
HBO / Steffan Hill
Szene aus "A Knight of the Seven Kingdoms"
Ira Parker bei der Weltpremiere von "A Knight Of The Seven Kingdoms" im Zoo Palast, Berlin
Getty Images
Ira Parker bei der Weltpremiere von "A Knight Of The Seven Kingdoms" im Zoo Palast, Berlin
Ira Parker bei der Premiere von "A Knight of the Seven Kingdoms" in Rom, 15. Januar 2026
Getty Images
Ira Parker bei der Premiere von "A Knight of the Seven Kingdoms" in Rom, 15. Januar 2026
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