"A Knight of the Seven Kingdoms"-Fäkal-Szene irritiert Fans
Seit dem 19. Januar 2026 sorgt die Auftaktfolge von "A Knight Of The Seven Kingdoms" auf HBO Max für Gesprächsstoff – und das schon in den ersten Minuten. Während die berühmte Game Of Thrones-Titelmelodie ansetzt und Nostalgie aufkommt, platzt Hauptfigur Ser Duncan, genannt Dunk, gespielt von Peter Claffey (29), mitten in den Pathos: Hinter einem Baum macht sich der Heckenritter bemerkbar – mit lauten Furzgeräuschen und einem sehr deutlich inszenierten Geschäft. Die bildhaft inszenierte Fäkal-Einlage, die von Fans im Netz schnell als "Poop Scene" getauft wurde, lässt viele Zuschauer irritiert zurück und befeuert hitzige Diskussionen auf Reddit und in anderen Foren.
"Game Of Thrones"-Schöpfer George R. R. Martin (77), Autor der Vorlage "Der Heckenritter von Westeros" und Produzent der Serie, zeigte sich im Gespräch mit dem Hollywood Reporter zwar angetan vom Spin-off an sich, aber ausgerechnet mit diesem Moment fremdelte er: "Ja, das kam schon ein bisschen überraschend", sagte Martin. "Es ist nicht so, dass meine Figuren nicht scheißen würden, aber normalerweise schreibe ich nicht in aller Ausführlichkeit darüber. Als ich den Rohschnitt gesehen habe, hab ich geschrieben: 'Was ist das? Wo kommt das jetzt her? Ich weiß nicht, ob wir das Kacken wirklich brauchen.'" Showrunner Ira Parker widersprach einer respektlosen Absicht gegenüber "Game Of Thrones" und erklärte dem Hollywood Reporter seine Lesart: Im Drehbuch stehe, Duncan höre "das Helden-Thema in seinem Kopf" – nicht zwingend das GoT-Thema, sondern den inneren Ruf nach Größerem. Doch die Realität, diesen Schritt wirklich zu gehen, sei "angsteinflößend" und lasse "seine Eingeweide rumoren", erklärt Ira. "Alles, was wir hier also zu sagen versuchen, ist, dass Dunk noch kein Held ist. Er ist nur ein aufgeregter Junge mit einem nervösen Magen."
Hinter dem Fäkal-Gag steckt somit ein Charakterzug, der Dunk als bodenständigen, unsicheren Träumer zeigt. In den Novellen ist der Heckenritter ein Wanderer mit großem Herz und noch größerer Aufgabe, der seinen Platz in einer Welt sucht, in der Namen wie Baratheon und Targaryen Gewicht haben – diesmal ganz ohne Drachen, aber mit vertrauten Echos. Die Serie greift damit einen Ton auf, der zwischen rauer Volksnähe und ritterlichen Idealen pendelt. Für viele Fans, die mit der Musik sofort in Westeros zurück sind, verleiht die Szene Dunk eine ungeschönte Menschlichkeit. Andere halten an der Erinnerung an epische Fanfaren fest und ringen mit dem Bruch. Unbestritten ist jedoch: Der Heckenritter tritt seine Reise nicht als Legende an, sondern als junger Mann, der erst noch lernen muss, was ein Held wirklich trägt.




