

Nach Gerd Knebels Tod: Badesalz-Duo Henni zieht sich zurück
Die Nachricht traf die Fans von Badesalz am Sonntag mitten ins Herz: Comedian Gerd Knebel ist im Alter von 72 Jahren an einer schweren Krebserkrankung gestorben, wie sein langjähriger Bühnenpartner Hendrik "Henni" Nachtsheim öffentlich machte. Der Hesse schilderte, dass Gerd bereits am Samstag im Kreis seiner engsten Angehörigen und Freunde verstorben sei – Henni war in den letzten Minuten an seiner Seite. Gleichzeitig erklärte der Komiker auf seiner Webseite Henni-Nachtsheim.de, wie es für ihn persönlich und beruflich weitergeht: "Da mir sein Verlust als Badesalz-Partner und vor allem auch als enger Freund wahnsinnig weh tut und ich erst mal Zeit brauche, um das zu verdauen, habe ich beschlossen, alle geplanten Auftritte und Lesungen bis Mitte April zu verschieben, dann werde ich weitermachen."
In seinem ausführlichen Statement beschreibt Henni, dass Gerd schon vor über einem Jahr die Krebsdiagnose erhalten habe – ein Schock für das gesamte Umfeld. "Entgegen allen Prognosen hat er aber deutlich länger dagegenhalten können, mittendrin ging es ihm sogar einigermaßen gut", schreibt der Komiker. In dieser Phase nutzten die beiden die verbleibende gemeinsame Zeit, um einen zwölfteiligen Podcast mit dem Titel "Die Badesalz-Story" zu produzieren. Er soll in einigen Monaten veröffentlicht werden. Die Fans dürfen darin noch einmal Gerds unverkennbare Stimme hören und gemeinsam mit den beiden durch die Geschichte von Badesalz reisen. In den letzten Wochen habe sich Gerds Zustand dann "immer schneller verschlechtert" und am Samstag sei er "im Kreise seiner liebsten und wichtigsten Menschen" friedlich eingeschlafen. "Und auch wenn Ihr es vielleicht nicht glauben mögt... Er hat uns noch in den letzten Minuten zum Lachen gebracht!", erinnert sich Henni in dem Post.
Gerd hatte seine künstlerische Laufbahn in den 1980er-Jahren als Frontmann der Band Flatsch begonnen, bevor er zusammen mit Henni das Duo Badesalz gründete. Damit machten sie die hessische Mundart-Comedy bundesweit populär. Über Jahrzehnte standen die beiden gemeinsam auf der Bühne, tourten durch ausverkaufte Hallen und prägten mit ihren Figuren und Sketchen das Humorverständnis ganzer Generationen. Privat verband sie eine enge Freundschaft, die weit über die Arbeit hinausging – Henni war nicht nur Kollege, sondern Vertrauter, der Gerd bis zum Schluss begleitete. Für den 68-Jährigen bedeutet die nun angekündigte Pause eine Auszeit nach einem langen gemeinsamen Weg, auf dem sie zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen sind und der für viele Fans mit unzähligen gemeinsamen Erinnerungen verbunden bleibt.




