Richard E. Grant schreibt täglich Briefe an seine Frau (†)
Da ist Gänsehaut vorprogrammiert: Richard E. Grant (68) hat in Paloma Faiths Podcast "Mad Sad Bad" bewegend über den Tod seiner Frau Joan Washington gesprochen – und kämpfte dabei hörbar mit den Tränen. Der Schauspieler erzählte, was ihn seit ihrem Tod im September 2021 jeden Tag begleitet: "Ich weine jeden einzelnen Tag", sagte Richard. Vier Jahre nach dem Verlust habe er ihren Tod noch nicht verarbeiten können: "Auch schöne, freudige Dinge bringen mich zum Weinen." Kennengelernt hatten sich beide 1982, geheiratet 1986, Tochter Olivia begrüßten sie 1989 auf der Welt. Aufgenommen wurde das Gespräch in London, und Richard schilderte, wie er seinen Alltag seitdem strukturiert – immer mit Joan im Herzen.
Im Podcast erklärte der "Withnail & I"-Star, dass er unmittelbar nach Joans Tod begonnen habe, ihr jeden Abend zu schreiben – eine Gewohnheit, die er bis heute beibehält. "Ich werde sie nie wieder sehen, berühren oder mit ihr sprechen", resümierte er im Interview. "Aber emotional kann mein Gehirn nicht begreifen, dass sie weg ist." Die Erinnerung habe sich mit der Zeit verändert: Ein Jahr nach ihrem Tod habe er Joan nur noch gesund vor Augen gehabt, die letzten acht Monate ihrer Krankheit seien in den Hintergrund getreten. Finde er plötzlich ein Foto aus der Zeit der Diagnose – Lungenkrebs im vierten Stadium – treffe ihn das wie ein Schlag. Und doch überwiegen für ihn die schönen Momente: Von 38 gemeinsamen Jahren seien nur acht Monate von Krankheit überschattet gewesen. Über Trauer sagte der Game of Thrones-Star nur: "Man kommt nicht darüber hinweg, man lernt, sich darum herum zu bewegen."
Joan war eine gefeierte Dialekt-Coachin und arbeitete mit Stars wie Penelope Cruz (51) und Jessica Chastain (48). Richard hatte ihre Liebe immer als ein tiefes Verstandenwerden beschrieben. In früheren Interviews erzählte der Brite, dass Freundinnen und Freunde ihn zwar auf Blind Dates schickten, er sich aber nicht vorstellen könne, sich noch einmal zu verlieben: Niemand komme an Joan heran. Zuhause führt er das Ritual der abendlichen Briefe fort – eine "greifbare, fortlaufende Unterhaltung", wie er es nannte. In sozialen Netzwerken hatte Richard, der bereits seit 1987 im Filmgeschäft ist, den Tod seiner Frau mit einem Video von beiden beim Tanzen bekanntgegeben – ein kurzer, zärtlicher Moment, der für viele das Band zwischen ihnen sichtbar machte.








