

Das sagt eine der Geschädigten zu Marius Borg Høibys Taten
Am Mittwoch soll Marius Borg Høiby (29) in Oslo erstmals ausführlich vor Gericht sprechen – um 13:00 Uhr, nach Plan unter offenen Türen. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sieht sich 38 Anklagepunkten gegenüber, darunter vier mutmaßliche Vergewaltigungen. Im Fokus steht eine Nacht am 20. Dezember 2018 in Oslo, die auf einer Afterparty im royalen Anwesen Skaugum endete. Dort will die Frau, die zuvor in einem Club auf Marius traf, mit ihm und anderen gefeiert haben. Sie schildert Alkohol, ein kurzes, einvernehmliches Zusammentreffen auf der Toilette – und danach: Erinnerungslücken. Marius weist sämtliche Vergewaltigungsvorwürfe zurück. Die Frau gab laut VG an, stark betrunken gewesen zu sein und vieles nur bruchstückhaft zu erinnern. Sie erklärte, sie habe die Party später verlassen wollen, sei an der Tür in "gutem Gefühl" gewesen und habe eine Sicherheitsmitarbeiterin um Hilfe bei einem Taxi gebeten.
Erst Jahre später, als die Polizei sie vernahm, sei ihr die Dimension klar geworden. Dagbladet berichtet, dass ihr im Verhör Bilder ihres Gesichts vorgelegt wurden. "Ich sehe völlig bewusstlos aus und denke: 'Was ist das? Hat jemand ein Foto von mir gemacht, während ich schlafe?'", sagte sie laut dem Medium. Ermittler führen außerdem Videos an, die laut Polizei auf Marius’ Computer gefunden wurden und ihn zeigen sollen, wie er die Frau auf einer Couch intim berührt, während sie nicht in der Lage gewesen sei, sich zu wehren. Im Königshaus wollte man die laufenden Verfahren nicht kommentieren. Im Gericht wurden die brisanten Aufnahmen ohne Presse gezeigt, bevor Marius heute mit seiner Version der Nacht gehört werden soll.
Bereits am Dienstag hatte Marius sich vor Gericht den insgesamt 38 Anklagepunkten stellen müssen. Dabei zeigte er sich laut Beobachtern angespannt und blass. Bei seiner ersten Befragung räumte er sechs der Vorwürfe ein – darunter Verstöße gegen eine einstweilige Verfügung, Geschwindigkeitsübertretungen, ein schweres Drogenvergehen und einen Fall von sexuell übergriffigem Verhalten. Sieben weitere Anklagepunkte bestritt der Sohn der Kronprinzessin komplett, bei vier gab er eine Teilschuld zu. In zwei Fällen blieb seine Antwort unklar. Zu den schwerwiegenden Vorwürfen von Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch sagte Marius deutlich: "Nein", schuldig sei er dort nicht. Auch das Filmen der mutmaßlichen Taten wies er zurück.





