Das sagt Charlotte Würdig zum Drama um Marius Borg Høiby
Das sagt Charlotte Würdig zum Drama um Marius Borg HøibyRTL / Stefan GregorowiusZur Bildergalerie

Das sagt Charlotte Würdig zum Drama um Marius Borg Høiby

- Mia Lada-Klein
Lesezeit: 2 min

In Norwegen brodelt es: Ab Dienstag muss sich Marius Borg Høiby (29) in Oslo vor Gericht verantworten – und die Vorwürfe haben es in sich. Dem 29-Jährigen, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), werden unter anderem Vergewaltigung, Gewalt, Sexualdelikte und Drogenbesitz zur Last gelegt. Insgesamt sind 38 Fälle angeklagt. Parallel sorgen bekannt gewordene frühere Kontakte von Mette-Marit zu Jeffrey Epstein (†66) für zusätzliche Schlagzeilen und erschüttern das Vertrauen in die Royals. Moderatorin Charlotte Würdig (47), in Oslo geboren und dem Land eng verbunden, spricht im Gespräch mit der Bild über die Stimmung in Norwegen und findet deutliche Worte: "Der Fall Marius Borg Høiby trifft das Land ins Mark."

Charlotte erklärt, dass das Königshaus für viele Norweger Teil des Alltags sei – nahbar, fast familiär. Umso größer sei die Enttäuschung darüber, dass der Sohn der Kronprinzessin derart im Fokus schwerer Anschuldigungen steht. "Ein Thema, dem man sich in Norwegen nicht entziehen kann", sagt sie. Sie warnt außerdem vor dem Eindruck einer Sonderbehandlung: "Sollte das passieren, würde man die Monarchie in Zukunft tatsächlich nicht mehr ernst nehmen können." Charlotte fordert, dass Herkunft und Rang keine Rolle spielen dürfen, und betont die Verantwortung von Gericht, Polizei und Medien. Auch den Wunsch, Mette-Marit und Kronprinz Haakon (52) als Zeugen zu sehen, spricht sie an – wissend, dass die königliche Immunität dem entgegensteht.

Hinter den Kulissen trennen viele Norweger das Bild der Monarchie von Marius als Privatperson. Während das Kronprinzenpaar angekündigt hat, dem Prozess fernzubleiben und sich öffentlich nicht zu äußern, verfolgen sie das Verfahren nach eigenen Angaben aufmerksam. Für Charlotte, die regelmäßig mit ihren beiden Söhnen in Oslo ihre Familie besucht, ist klar, dass Mitgefühl einer Mutter und Mitleid mit einem mutmaßlichen Täter nicht vermengt werden dürfen. Der Blick solle bei den jungen Frauen bleiben, die vor Gericht aussagen müssen – für die der Weg gegen eine mächtige Institution besonders schwer ist. In Norwegen gilt der 17. Mai als Tag der Nähe zur Königsfamilie; genau diese Verbundenheit macht die aktuelle Erschütterung so groß. "Schweigen hat früher vielleicht funktioniert. Heute wird es schnell als Arroganz verstanden", sagt Charlotte. Entscheidend sei nicht die Herkunft, "sondern die Konsequenz."

"Die Verräter"-Kandidatin Charlotte Würdig
RTL / Stefan Gregorowius
"Die Verräter"-Kandidatin Charlotte Würdig
Marius Borg Høiby, 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby, 2022
Prinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby bei der Jubiläums-Garden-Party in Trondheim 2016
Imago
Prinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby bei der Jubiläums-Garden-Party in Trondheim 2016
Wie findet ihr Charlottes klare Worte zum Fall Marius Borg Høiby?
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