Prozess gestartet: Welche Strafe droht Marius Borg Høiby?
In Oslo hat am heutigen Dienstag der Strafprozess gegen Marius Borg Høiby (29) begonnen. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) steht vor Gericht, da ihm insgesamt 38 strafrechtliche Vergehen vorgeworfen werden. Besonders schwer wiegen die Anklagepunkte der Vergewaltigung, von denen es laut Staatsanwaltschaft gleich vier Fälle geben soll. Ebenfalls zur Last gelegt werden Marius Körperverletzung, sexuelle Belästigung und Morddrohungen. Bereits am vergangenen Wochenende wurde der 29-Jährige nach einer weiteren mutmaßlichen Attacke auf eines der angeblichen Opfer festgenommen und sitzt nun für vier Wochen in Untersuchungshaft.
Die norwegische Staatsanwaltschaft hat sich für den Prozess umfassend vorbereitet. Es wurden zahlreiche Zeugen geladen, die Angaben zu den Vorfällen machen sollen. Laut dem deutschen Rechtsexperten Patrick Lundevall-Unger, der für die Bild den Fall analysiert, drohen Marius im schlimmsten Fall zwischen sieben und zehn Jahren Haft, falls das Gericht ihn in allen Punkten schuldig spricht. Bewährung hält der Jurist für ausgeschlossen. In Norwegen werden Gefängnisstrafen streng reguliert und Strafrahmen nicht addiert, sondern in eine Gesamtstrafe zusammengeführt.
Marius Borg Høiby, der in der Vergangenheit durch sein Partyleben auf sich aufmerksam gemacht hatte, hat alle Vorwürfe laut seiner Verteidigung zurückgewiesen. Vor Gericht gilt er als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist, der Prozess findet unter Ausschluss von Kameras statt. Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin war in seiner Kindheit und Jugend eher zurückhaltend in der Öffentlichkeit präsent. In den letzten Jahren machte er jedoch häufiger mit Schlagzeilen abseits des royalen Alltags auf sich aufmerksam. Besonders in sozialen Medien wurde er für seinen Lebensstil sowohl gefeiert als auch kritisiert.






