Schwängerte Epstein Minderjährige und nahm ihnen Babys weg?
Neue Dokumente aus dem US-Justizministerium werfen ein finsteres Licht auf Jeffrey Epstein (†66): In den neu veröffentlichten Unterlagen, die Anfang der Woche in Washington eingesehen wurden, tauchen Hinweise auf, dass der 2019 gestorbene Sexualstraftäter heimlich Kinder gezeugt haben könnte – und dass einem seiner Opfer im Jahr 2002 in New York direkt nach der Geburt ein Baby abgenommen wurde. In einem Tagebuch beschreibt die damals Minderjährige, dass Ghislaine Maxwell (64) anwesend gewesen sei, als das Neugeborene verschwand. Parallel sorgt eine E-Mail von Sarah Ferguson (66) aus dem Jahr 2011 für Rätsel: Die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor gratulierte Epstein darin zu einem Sohn. In den Akten fallen zudem große Namen auf, darunter Donald Trump (79) und Elon Musk (54), deren Erwähnungen zusätzliche Aufmerksamkeit auf den explosiven Fund richten.
Die britische Times zitiert aus dem Tagebuch der Frau, dem ein Ultraschallbild aus der 20. Schwangerschaftswoche beigefügt gewesen sein soll. "Sie wurde geboren, ich habe sie weinen gehört", heißt es in den Notizen. Die Autorin schreibt weiter, Maxwell habe das Baby als "wunderschön" bezeichnet, kurz bevor es verschwunden sei. Die Aufzeichnungen seien an die Bundesanwaltschaft weitergeleitet worden, die die schweren Vorwürfe gegen Epstein und sein Umfeld untersucht. Die Frau reichte 2023 unter dem Pseudonym Jane Doe eine Klage gegen Epsteins Mitarbeiter Leon Black ein; er weist die Anschuldigungen zurück, das Verfahren läuft. In den sogenannten Epstein-Files findet sich außerdem ein Video aus seiner New Yorker Villa, in dem ein Vaterschaftstest auf einem Tisch liegt. Und in einer von Bloomberg publizierten E-Mail-Korrespondenz aus 2007 ist von Spermaproben und Formularen die Rede. Bereits 2019 hatte die New York Times berichtet, Epstein habe geplant, auf einer Ranch in New Mexico Frauen schwängern zu lassen, um seine Gene zu verbreiten. Unabhängig verifiziert ist das alles nicht, offiziell sind keine Kinder vermerkt – nicht einmal in seinem Testament.
Aus Epsteins Umfeld war diese Denkweise kein Geheimnis: Schon früher berichteten Bekannte von seiner Faszination für Eugenik und transhumanistische Ideen. Der Unternehmer habe bei Dinnern gern mit Wissenschaftlern und Tech-Experten diskutiert und bewusst besonders attraktive und hochgebildete Gäste zusammengebracht, schilderte der Informatiker Jaron Lanier der New York Times. In privaten Mails ist von "perfekten Nachkommen" die Rede, und in den Tagebüchern der Betroffenen findet sich der Satz: "Ich fühle mich wie ein menschlicher Brutkasten." Auch in persönlichen Kontakten pflegte Epstein oft nur knappe, distanzierte Nachrichten – wie ein Gruß von Sarah aus dem Jahr 2011 zeigt: "Ich habe vom Herzog gehört, dass du einen kleinen Jungen bekommen hast." All diese Details zeichnen das Bild eines Netzwerks, das bis heute Fragen aufwirft und politisch wie gesellschaftlich nachhallt.






