Marius Borg Høiby nicht in der Lage, Aussage zu machen
Im Osloer Gericht platzt am 10. Verhandlungstag um Marius Borg Høiby (29) ein mit Spannung erwarteter Moment: Eigentlich sollte der Angeklagte am 18. Februar erneut im Zeugenstand ausführlich zu den schweren Vorwürfen gegen ihn befragt werden. Doch kurz vor seiner geplanten Aussage beantragte sein Verteidiger eine überraschende Verschiebung: "Er war viel unterwegs und ist aktuell dazu nicht in der Lage", zitiert etwa Focus online.
Vor der geplatzten Aussage von Marius hatte das mutmaßliche vierte Opfer im Zeugenstand ausgesagt. Die Frau wirft ihm vor, sie im November 2024 in einem Hotelzimmer in Oslo sexuell missbraucht zu haben, während sie schlief. "Ich bin mehrfach davon aufgewacht, dass er seine Finger in mir hatte", sagte die Frau laut der norwegischen Zeitung Verdens Gang vor Gericht. Sie beschrieb Marius' Verhalten dabei als "besessen". Die beiden hatten sich zuvor bei einem Konzertbesuch kennengelernt und zunächst einvernehmlichen Sex gehabt. Von der Nacht und dem frühen Morgen existieren 27 Videos, die Marius auf seinem Handy gespeichert haben soll.
Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sitzt seit Anfang Februar im Osloer Gefängnis in Untersuchungshaft und muss dort bis zum Ende des Prozesses bleiben. Nur wenige Tage vor Prozessbeginn hatte er sich seine Freiheit durch einen nächtlichen Übergriff auf eine Frau verspielte. Er ist in insgesamt 38 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Der Prozess soll bis Mitte März andauern.






