"War kein Engel": Marius Høiby gesteht Fehler vor Gericht

"War kein Engel": Marius Høiby gesteht Fehler vor Gericht

- Mary-Lou Künzel
Lesezeit: 2 min

Marius Borg Høiby (29) steht derzeit in Oslo vor Gericht und muss sich wegen insgesamt 38 Straftaten verantworten, darunter Misshandlung in engen Beziehungen. Am Dienstag äußerte sich der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) zu den Vorwürfen seiner Ex-Freundin Nora Haukland, nachdem die Influencerin zuvor ihre Aussage gemacht hatte. "Nur um das ganz klar zu sagen: Ich war kein Engel in der Beziehung", gab Marius laut dem norwegischen Nachrichtenbüro NTB zu. Er räumte ein, dass die Beziehung mit Nora, die von April 2022 bis Juli 2023 dauerte, turbulent gewesen sei. "Einiges von dem, was über Untreue gesagt wurde und darüber, dass ich mit anderen Mädchen geredet habe und solche Sachen, ist 100 Prozent wahr. Es gibt nichts zu verbergen", erklärte er vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft Marius vor, Nora während der 15 Monate ihrer Beziehung einem "Schreckensregime" ausgesetzt zu haben. Sie führt verschiedene Episoden an, die belegen sollen, dass er sie mit Drohungen, Kontrolle, Manipulation und Gewalt terrorisiert habe. Marius soll Nora mehrfach gewürgt sowie geschubst und geworfen haben – Vorwürfe, die er komplett zurückweist. Im Gericht wurde eine Tonaufnahme eines Streits zwischen den beiden abgespielt, auf der Marius mit abwertenden Schimpfwörtern zu hören ist. "Du hast mein ganzes verdammtes Leben zerstört! Du hast alles in meinem Leben zerstört!", ist auf der Aufnahme zu hören. Mehrere der angeblichen Vorfälle sollen laut NTB von Zeugen beobachtet worden sein, darunter Freundinnen von Nora und ein Türsteher in einem Club. Marius gibt zu, schnell eifersüchtig zu werden, bestreitet aber jegliche Gewalttätigkeit.

Unter den Zuhörern im Gerichtssaal befand sich am Dienstag auch Marius' Vater Morten Borg, der laut dem Nachrichtenbüro in dem Fall befragt wurde. Gegenüber der anwesenden Presse wollte Morten sich nicht zu seinem Sohn äußern. Morten hatte Kronprinzessin Mette-Marit, damals noch die bürgerliche Mette-Marit Tjessem Høiby, in einer Wohngemeinschaft kennengelernt. 1997 bekamen sie gemeinsam Sohn Marius. Später lernte Mette-Marit den norwegischen Thronfolger Kronprinz Haakon (52) kennen, die beiden heirateten 2001. Der Prozess gegen Marius soll nach aktuellem Plan bis zum 13. März andauern.

Marius Borg Høiby bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald V. in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Marius Borg Høiby bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald V. in Trondheim, 23. Juni 2016
Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
Imago
Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
Mette-Marit mit Marius und Morten Borg, August 2003
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Mette-Marit mit Marius und Morten Borg, August 2003
Sollte sich das norwegische Königshaus während des laufenden Prozesses öffentlich positionieren?