Richter untersagt Marius Borg Høiby Blickkontakt mit Zeugin
Marius Borg Høiby (29) sorgte vor dem Osloer Bezirksgericht für Aufsehen, als er während der laufenden Verhandlung mehrfach Blickkontakt mit der Frau aus Frogner austauschte, die in dem Verfahren als Geschädigte auftritt. Wie die norwegischen Medien Dagbladet und VG berichten, veranlassten die wiederholten Blickwechsel zwischen dem 29-Jährigen und der Frau Richter Jon Sverdrup Efjestad zu einer deutlichen Ermahnung. "Ich bin davon in Kenntnis gesetzt worden, dass es einen gewissen Augenkontakt zwischen dem Angeklagten und dem Opfer gegeben hat. Das will ich nicht", sagte der Richter im Gerichtssaal 250. Er fügte hinzu, dass er keine Diskussion darüber führen wolle, wer was getan habe, sondern forderte schlicht: "Ich sage nur, dass die Dinge etwas strenger gehandhabt werden müssen. Okay?"
Laut Dagbladet hatten Marius (29) und die Frau aus Frogner am vergangenen Mittwoch mehrmals Blicke ausgetauscht. Die Zeitung VG beobachtete zudem, dass der Angeklagte der Frau offenbar Worte und Sätze stumm zugeflüstert habe. VG-Kommentatorin Astrid Meland schrieb: "Sie kommunizieren im Gerichtssaal mit Augenkontakt, kleinen Lächeln und ab und zu gemeinsamem Lachen über etwas, das passiert. Es sieht auch so aus, als ob er ihr gelegentlich etwas pantomimisch darstellt." Bereits in der vergangenen Woche hatte das dänische Blatt Ekstra Bladet Lächeln zwischen den beiden beobachtet. Um weiteren Kontakt zu unterbinden, wurden in der Vorwoche bereits Vorkehrungen getroffen, sodass während der Aussage der Frau kein Blickkontakt mehr möglich war.
Marius ist insgesamt 40 Anklagepunkten ausgesetzt, wovon 20 die Frau aus Frogner betreffen. Die beiden waren ein Paar, und Marius erklärte vor Gericht, dass sie trotz des gegen ihn verhängten Kontaktverbots drei bis vier Monate lang quasi zusammengelebt hätten – bis kurz vor Prozessbeginn. Unter den Vorwürfen befinden sich Körperverletzung, mehrfache Verstöße gegen das Kontaktverbot sowie sexuell übergriffiges Verhalten. Der Prozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) begann am 3. Februar und läuft noch bis zum 19. März. Wann das Urteil verkündet wird, ist derzeit noch unklar – es könnte mehrere Monate dauern, bis die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.







