Theaterstück 'Der Sohn' beleuchtet Marius Borg Høiby Prozess
Der norwegische Schauspieler Mads Sjøgård Pettersen verfolgt derzeit jede Minute des Strafprozesses gegen Marius Borg Høiby (29), den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52). Der Grund dafür ist alles andere als gewöhnlich: Der Schauspieler, der in Deutschland vor allem durch die Netflix-Serie "Hjem til jul" bekannt ist, arbeitet als Regisseur an einem Theaterstück mit dem Titel "Sønnen" (Der Sohn), das von dem historischen Strafverfahren inspiriert ist. "Es kann so heikel werden, dass es als spekulativ aufgefasst werden könnte, darüber Theater zu machen. Aber von unserer Seite geht es um ein aufrichtiges Bedürfnis, über einen jungen Mann zu sprechen, der sich verirrt hat", erklärte Mads gegenüber TV 2 Norge.
Dabei betonte der Schauspieler, dass es in dem Stück auch um Trinkkultur, Sex und männliche Sexualität gehe sowie um Themen, denen sich die Gesellschaft derzeit stellen müsse. Es sei einfach zu sagen, dass Marius ein Arschloch oder ein Monster sei, das nichts mit der Gesellschaft zu tun habe, doch das entspreche nicht der Wahrheit, so Mads. Er stellte jedoch klar, dass niemand Marius oder die betroffenen Frauen spielen werde. Das Theaterstück sei Fiktion, aber von realen Ereignissen inspiriert. Gemeinsam mit Theaterdirektorin Solrun Iversen plant er, das Manuskript vor der Aufführung von Anwälten prüfen zu lassen.
Der Prozess gegen Marius begann am 3. Februar und umfasst insgesamt 40 Anklagepunkte. Der 29-Jährige räumt Teile der umfangreichen Anklage ein, bestreitet jedoch andere Vorwürfe, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe. Die letzte Verhandlung ist für den 19. März angesetzt. Wann das Urteil verkündet wird, ist derzeit noch unklar. Sowohl Marius als auch die Staatsanwaltschaft haben die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Im Gerichtssaal fiel der Sohn der Kronprinzessin bereits durch sein Verhalten auf: Er kritzelt pausenlos auf einem Notizblock und bringt dabei unter anderem die Darstellung einer nackten Frau sowie den provokativen Schriftzug "F*ck the Police" zu Papier.







